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Der Norden Acht Jahre Haft für Mädchenmord
Nachrichten Der Norden Acht Jahre Haft für Mädchenmord
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08:28 01.04.2014
Der Angeklagte 
Thomas O. im Landgerichts.
Der Angeklagte 
Thomas O. im Landgerichts. Quelle: dpa
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Osnabrück

Sie ist auf dem Weg zur Schule. Als das verängstigte Mädchen nach der Tat damit droht, zur Mutter zu gehen, stopft der junge Mann einen dicken Wollschal in den Mund der Schülerin, bis sie erstickt. Am Montag wurde der inzwischen 46 Jahre alte Täter vom Osnabrücker Landgericht für diese grausame Tat wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von acht Jahren verurteilt. Das Sexualdelikt ist inzwischen verjährt. Der Angeklagte machte zum Zeitpunkt der Tat eine Lehre als Brückenbauer, war fast die ganze Woche über auf Montage.

Nur Freitags war er in Osnabrück, er musste zur Berufsschule. „Christina war ein Zufallsopfer“, stellte Richter Franz-Michael Holling fest. Es dauerte 26 Jahre, bis der Täter gestellt wurde. Es gab zwar schon kurz nach der Tat Hinweise auf den damals 19-Jährigen. Konkrete Beweise gegen ihn waren Ende der achtziger Jahre aber nicht zu finden. Erst aufgrund von Fortschritten bei der DNA-Analyse konnte der Täter im vergangenen Jahr ermittelt werden. „Es war eine zutiefst sinnlose und unerklärliche Tat“, sagte Holling.

Zugunsten des Angeklagten spreche, dass er die Tat gestanden habe. Das Motiv bleibt im Dunkeln. Das Gericht hielt dem Mann zugute, dass er nach dem Tod der Mutter bei Pflegefamilien und Jugendhilfeeinrichtungen aufwuchs. Er fühlte sich ungeliebt, hatte Schwierigkeiten, mit seinen Gefühlen umzugehen. Psychische Probleme mit seiner Sexualität kamen hinzu.

dpa

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