Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Allergiker erwartet früher Pollenflug
Nachrichten Der Norden Allergiker erwartet früher Pollenflug
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:27 09.01.2015
Foto: Haselpollen könnten in Niedersachsen früher als erwartet durch die Luft fliegen.
Haselpollen könnten in Niedersachsen früher als erwartet durch die Luft fliegen. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Die Leidenszeit für Pollenallergiker könnte wegen des im dritten Jahr hintereinander milden Winters dieses Jahr schon viel früher einsetzen. Frühblüher, wie Hasel und Erle, könnten ob der gemäßigten Temperaturen in Niedersachsen und dem Raum Hannover eher als erwartet tränende Augen und Schnupfen verursachen.

„Gefühlt könnten sich in Niedersachsen die Pollen von Hasel und Erle in der dritten oder vierten Kalenderwoche in Niedersachsen ausbreiten“, erklärt Dr. Christina Endler vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Bereits jetzt würden vereinzelt im Raum Hannover die Haselbäume blieben, „Allergiker könnten dies schon merken.“ Bisher seien aber keine extremen Mengen von Blütenstaub in der Luft verzeichnet worden, sagt die Diplom-Meteorologin.

Besonders geschützt stehende Bäume könnten laut der Expertin früher ausschlagen. „Vor allem solche Gewächse, die nah an Häuserwänden oder in Gärten wachsen, sind davon betroffen“, sagt Christina Endler.

„Die Saison beginnt diesmal sehr früh, das war aber durch die milde Witterung der letzten Wochen fast zu erwarten“, sagte ein DWD-Sprecher am Donnerstag. Der Wetterdienst schaltete daher seine Pollenflug-Vorhersage online. Nach DWD-Angaben zeigen etwa 15 Prozent der Deutschen mehr oder weniger starke Reaktionen auf Pollenbelastung.

Zurzeit seien vom Pollenflug eher die Regionen von Dortmund bis zur Küste, das Rhein-Main-Gebiet sowie das Saarland betroffen.

Der Deutsche Polleninformatonsdienst (PID) weist auf seiner Webseite darauf hin, dass „am Beginn einer Pollensaison bereits wenige Pollen genügen könnten, um Symptome herbeizuführen.“ Nach einer länger währenden Zeit ohne Blütenstaubflug reagiere der Körper schon auf geringe Mengen stärker als im späteren Verlauf der Pollensaison.

Weiter bemerkt der PID, dass Pollenallergiker besonders aufmerksam sein sollten, wenn sie einen trockenen Husten entwickeln. „Dieses Symptom könnte auf ein beginnendes Pollenasthma hindeuten. Ein Besuch beim Hausarzt oder einem Allergologen ist in diesem Fall zu empfehlen.“

Bereits jetzt sollten sich von Heuschnupfen betroffene Personen mit antiallergischen Medikamenten, wie Antihistaminika, versorgen.

Steffen Thimm, dpa

Der Norden Einladung zum Neujahresempfang - In historischer Tracht zu Joachim Gauck
Kristian Teetz 09.01.2015
09.01.2015
08.01.2015