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Der Norden Möchten Sie vielleicht einen Bahnhof kaufen?
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13:33 22.11.2015
Der Bahnhof in Großburgwedel. Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
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Bad Fallingbostel/Großburgwedel

Zwei niedersächsische Bahnhöfe werden im Dezember bei einer Auktion in Berlin versteigert. Das Mindestgebot für den Bahnhof in Großburgwedel bei Hannover liegt bei 20.000 Euro, für das Fachwerkgebäude in Bad Fallingbostel müssen mindestens 24.000 Euro auf den Tisch gelegt werden. Das teilte das Auktionshaus Karhausen in Berlin mit, wo die Immobilien zusammen mit 68 anderen Objekten aus ganz Deutschland am 11. und 12. Dezember unter den Hammer kommen.

Die beiden Bahnhöfe in Niedersachsen wurden vor einigen Jahren von der Bahn im Paket mit 1000 Bahnhöfen an einen britischen Finanzinvestor verkauft, der nun das Auktionshaus mit dem Weiterverkauf beauftragte.

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Das 340 Quadratmeter große Gebäude in Fallingbostel ist allerdings sanierungsbedürftig, die Hälfte davon ist nach wie vor an die Bahn vermietet, die dort Diensträume, einen Güterschuppen und ein Stellwerk hat. Andere Teile des Bahnhofs wurden zuletzt als Gaststätte genutzt. Auch der Bahnhof in Großburgwedel aus dem Jahr 1913 muss renoviert werden und wird teilweise noch von der Bahn genutzt.

Anders als bei der Zwangsversteigerung einer Immobilie vor Gericht müssen Interessenten nicht unbedingt zur Auktion nach Berlin kommen – auch per Telefon kann nach vorheriger Anmeldung mitgesteigert werden.

Karhausen hat seit 2010 mehr als 600 Bahnhöfe aus dem Bundesgebiet versteigert. So waren im vergangenen November auch die Bahnhöfe von Diepholz und Linsburg im Landkreis Nienburg versteigert worden. Das klassische Klinkergebäude in Diepholz fand für 230.000 Euro einen Käufer, das kleine Bahnhofsgebäude in Linsburg fand schon für 22.000 Euro einen neuen Eigentümer.

Im April 2014 waren in Berlin 15 Bahnhöfe unter den Hammer gekommen, darunter auch zwei in Niedersachsen. Versteigert wurden damals die Empfangsgebäude von Soltau (Heidekreis) und Hitzacker (Landkreis Lüchow-Dannenberg. Soltau ging für 72.000 Euro weg, der alte Klinkerbau im Elbstädtchen Hitzacker wechselte für 46.000 Euro den Besitzer. Dort rief ein gemeinnütziger Verein von Handwerkern, Künstlern und anderen Kreativen den "Kulturbahnhof Hitzacker" für "Kunst, Kultur, Bildung, Begegnung und Austausch" ins Leben.

dpa

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