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Der Norden Baby in Bremer Klinik gestorben
Nachrichten Der Norden Baby in Bremer Klinik gestorben
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13:58 10.02.2012
Auf der Frühchenstation in Bremen waren 2011 mehrere Frühchen gestorben. Quelle: dpa (Archivfoto)
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Bremen

Ein eineinhalb Jahre altes Mädchen ist im Bremer Klinikum-Mitte an einer bakteriellen Infektion gestorben. Das Kleinkind sei am Montag mit einer Meningokokken-Infektion in das Krankenhaus gebracht worden, sagte Klinik-Sprecher Daniel Goerke am Freitag. Als sich der Zustand des Kindes verschlechterte, sei es auf eine Kinderintensivstation verlegt worden und dort am Dienstagvormittag gestorben.

"Das hat nichts mit Krankenhauskeimen und nichts mit der Neonatologie zu tun", betonte Klinik-Sprecherin Karen Matiszick. Ein Zusammenhang mit dem Keimausbruch auf der Frühchen-Intensivstation im vergangenen Jahr bestehe nicht. Die Infektion habe einen ungewöhnlich heftigen und schicksalhaften Verlauf genommen, sagte Matiszick.

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Zunächst sei der Zustand des Kindes stabil gewesen. Das Mädchen habe sich in einem guten Allgemeinzustand befunden, teilte die Klinik mit. Die Vitalwerte seien regelmäßig kontrolliert worden. Steigendes Fieber in der Nacht konnte mit Medikamenten gesenkt werden. Am Dienstagmorgen habe sich der Zustand des Kindes dann dramatisch verschlechtert. Meningokokken können eine Hirnhautentzündung (Meningitis) hervorrufen.

Die Staatsanwaltschaft Bremen ordnete eine Obduktion des toten Mädchens an. Die Behörde sei auf den Fall aufmerksam gemacht worden, sagte Staatsanwalt Frank Passade. Das Kind war nach Polizeiangaben als Frühchen in der Klinik zur Welt gekommen und lag damals auf der neonatologischen Intensivstation. Diese Station war im vergangenen November wegen tödlicher Infektionen für mehrere Wochen geschlossen worden.

Ein Untersuchungsausschuss des Bremer Landesparlaments befasst sich mit den Ereignissen, die zur Entlassung des damaligen Chefarztes geführt hatten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Todesfälle aus dem vergangenen Jahr.

dpa/sag

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Karl Doeleke 08.02.2012