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Der Norden Acht-Millionen-Marke bald wieder erreicht
Nachrichten Der Norden Acht-Millionen-Marke bald wieder erreicht
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00:21 23.11.2015
Von Michael B. Berger
Symbolbild. Quelle: dpa
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Hannover

So lebten zum Ende des Jahres 2014 rund 7,83 Millionen Menschen in Niedersachsen – 36.000 Personen mehr als im Vorjahr, ein Zuwachs von 0,5 Prozent. Eindeutig besser als in den früheren Jahren, befinden Thomas Senftleben, LSN-Präsident, und Lothar Eichhorn, Chefrechner der Behörde. „Die aktuelle Flüchtlingsentwicklung konnten wir natürlich noch nicht berücksichtigen“, sagt Senftleben.

Dafür liefert die Statistik absolut wasserdichte Daten. Schon 2014 garantierte die Zuwanderung, dass Niedersachsen nicht weiter schrumpft. Während in den Jahren 2005 bis 2011 die Bevölkerung kontinuierlich abnahm, markiert in den Augen der Statistiker das Jahr 2012 die demografische Wende. Im vergangenen Jahr wurden 66.406 Kinder geboren, 5,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Allerdings habe der Zuzug noch nicht den Sterbeüberschuss ausgleichen können, skizziert Senftleben; „Auf drei Geburten kamen vier Todesfälle.“

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Die meisten Zuwanderer seien im vergangenen Jahr aus Polen gekommen, gefolgt von Rumänen und Syrern. Wegen der Flüchtlingswanderung werde sich die Zuzugszahl noch einmal deutlich verändern. Leicht gestiegen sei 2014 auch die Zahl der Rentner. Mit 21,4 Prozent war im vergangenen Jahr mehr als ein Fünftel der Bevölkerung in Rente – Niedersachsen liegt leicht über dem Bundesdurchschnitt (21 Prozent). Mit 18,8 Prozent Menschen unter 65 Jahren ist Hamburg übrigens das „jüngste“ Bundesland.

Angestiegen ist die Zahl der Eheschließungen – um 4 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der Scheidungen um 3 Prozent. Chefrechner Eichhorn sieht hier auch jenseits der nackten Zahlen einen Trend. „Es wird alles unsicher in der Welt, da setzt man auf bewährte Verbindungen.“

Positiv sei auch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Niedersachsen stieg um 1,1 Prozent, gleichzeitig sank die Zahl der Arbeitslosen um 0,6 Prozent, nachdem sie ein Jahr zuvor noch leicht angestiegen war. Die Arbeitslosenquote sank um einen Zehntelprozentpunkt auf 6,5 Prozent. Damit lag Niedersachsen leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Man habe dieses Mal richtig suchen müssen, um Negatives zu finden, sagt Eichhorn. Dazu zähle, dass der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen in Niedersachsen weiterhin sehr hoch sei. So hätten im vergangenen Jahr Frauen in Voll- und Teilzeit rund 22 Prozent weniger als die Männer verdient. 46.575 Euro brutto verdiente 2014 durchschnittlich ein Vollzeitbeschäftigter in Niedersachsen (Hamburg 52 .950 Euro).

Die günstige Konjunktur habe dazu geführt, dass die Gesamteinnahmen von Land, Kommunen und Sozialversicherungen um 2,2 Prozent gewachsen seien, die Ausgaben um 3,3 Prozent – beide Raten unter dem Bundesschnitt. Die Höhe der Ausgaben habe die Höhe der Einnahmen überschritten – um 29 Millionen Euro.

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