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Der Norden Bevölkerung in Niedersachsen wächst wieder
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09:37 19.12.2013
Von Klaus Wallbaum
Erfreuliche Nachricht: Die Bevölkerung in Niedersachsen wächst nach sieben Jahren wieder. Quelle: dpa
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Hannover

Erstmals seit sieben Jahren steigt die Bevölkerung in Niedersachsen wieder an – auf 7,77 Millionen Einwohner. „Das ist ein erfreulicher Trend“, sagen Eckart Methner und Prof. Lothar Eichhorn vom Landesbetrieb für Statistik (LSKN). Die Wende in der Entwicklung hat einen Grund – mehr Menschen aus europäischen Nachbarländern sind nach Niedersachsen gekommen, haben einen Job gefunden und sind hier heimisch geworden. Der LSKN, der jedes Jahr die Veränderungen in der Gesellschaft nachzeichnet, bilanziert die Zahlen zu Beginn des Jahres 2013. Ein Jahr zuvor lebten rund 4700 Menschen weniger in Niedersachsen.

Beim Saldo der Zuwanderung – das ist der Vergleich von Zu- und Fortzügen – stehen die Polen mit rund 8000 Menschen an der Spitze, gefolgt von Rumänen (plus 2200), Russen (plus 1500), Bulgaren (plus 1400), Ungarn (plus 1200), Griechen (plus 1150), Spaniern (plus 1100) und Italienern (plus 990). LSKN-Sprecher Eichhorn verweist auf die Arbeitslosigkeit, die sich in den vergangenen fünf Jahren in Spanien und Griechenland verdoppelt bis verdreifacht habe: „Entsprechend wird dort der Druck zunehmen, im Ausland eine Arbeit zu finden. Weil in Niedersachsen die Bedingungen gut sind, sind wir für Arbeitssuchende attraktiv.“

So sehr die Zuwanderung die Einwohnerzahl stabilisiert, so unverändert stark bleibt aber ein entgegengesetzter Trend: Die Geburtenzahl ist besonders niedrig. Zwar hat sich von 2011 auf 2012 die Situation leicht entspannt, im Fünfjahresvergleich fallen aber die Rückgänge auf: Zwischen 2007 und 2012 sind die Geburten in Niedersachsen um 5,9 Prozent zurückgegangen. In keinem anderen Bundesland war diese Entwicklung so ausgeprägt. Über die Gründe dafür gibt es keine Klarheit, sie sind weitgehend unerforscht. Möglich ist, dass junge Frauen verstärkt in Großstädte ziehen und dort Kinder bekommen – denn Berlin, Hamburg und Bremen stehen in der Geburtenstatistik weitaus besser da als Niedersachsen, im Übrigen gilt das auch für die ostdeutschen Länder. Auch die Stadt Hannover hat jüngst einen Trend zu mehr Geburten gemeldet. Eine andere Erklärung wäre, dass die Menschen in Niedersachsen häufiger als in anderen Ländern auf Nachwuchs verzichten.

Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) kündigte Hilfen für jene an, die aus dem Ausland nach Niedersachsen kommen: „Wir wollen Zugewanderten die volle Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben ermöglichen.“ Die Wirtschaft sei gefordert, flexiblere Arbeitszeitmodelle anzubieten. CDU-Fraktionschef Björn Thümler sagte: „Wir sollten die Zuwanderer in Zukunft stärker als eine Bereicherung empfinden."

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