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Der Norden Bodes vermeintlicher Bleifuß
Nachrichten Der Norden Bodes vermeintlicher Bleifuß
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21:49 31.07.2012
Von Karl Doeleke
Die starren Verkehrsschilder sollen durch die moderne und automatische Verkehrsüberwachung ersetzt werden. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hannover

Dort war die Polizei am Freitag nach nur fünf Stunden zur alten Regelung zurückgekehrt, die in dem viel befahrenen Bereich Tempo 100 vorsah - aus Gründen der Gefahrenabwehr, wie Polizeisprecher Wolfgang Klages betont. „Jetzt muss geprüft werden, wie weiter verfahren wird.“ Genau das soll das Gespräch der Ministerialbeamten heute klären.

Eine E-Mail an die Polizeidienststellen aus dem Verkehrsministerium hatte am vergangenen Freitagnachmittag für einige Verwirrung gesorgt. Sie gipfelte in Schlagzeilen, die den Anschein erweckten, Bode gebe den Bleifuß auf der gesamten Autobahn 2 frei. Dabei ging es tatsächlich nur um sechs Stellen auf der mehrere Hundert Kilometer langen A2 in Niedersachsen, wo es noch eine starre Begrenzung des Tempos auf 100 oder 120 gab. Schon seit einer Weile wird der Verkehrsfluss auf der gesamten A2 durch elektronische Schilderbrücken geregelt. Bei dichtem Verkehr oder schlechtem Wetter wird das Tempo gedrosselt. Diese Flexibilität sollte nun überall gelten - mit Ausnahme einer Stelle bei Lauenau im Kreis Schaumburg, die als so schwierig betrachtet wird, dass dort auch bei bestem Wetter und wenig Verkehr niemals freie Fahrt angeordnet werden kann.

Nun sieht es so aus, dass es einen weiteren Abschnitt mit einer starren Drosselung geben wird, nämlich jenen bei Braunschweig-Nord. Das Verkehrsministerium deutet an, dass es mit einer Rückkehr zum festen Tempolimit von 100 Stundenkilometern zu Spitzenzeiten einverstanden sei. Das Innenministerium, zuständig für die Polizei, dürfte das so nach Braunschweig weitergeben, und das war es dann wohl. Ansonsten sei Innenminister Uwe Schünemann mit der Entscheidung seines Amtskollegen Bode absolut einverstanden, heißt es.

Schaut man nach Hannover, weiß man warum: Dort will sich die Polizei offiziell nicht äußern. Es gebe aber bisher keine Auswirkungen. Einer sagt noch: „Es geht ja auch nur um ein paar Schilder, die entfernt wurden.“ Eben.

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