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Der Norden Brände in zwei Flüchtlingsunterkünften
Nachrichten Der Norden Brände in zwei Flüchtlingsunterkünften
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17:49 20.11.2015
Quelle: Symbolfoto
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Fredenbeck

Gleich mehrere Flüchtlingsunterkünfte haben in der Nacht zu Freitag in Niedersachsen gebrannt. Ein Brandstifter habe am Donnerstagabend ein brennendes Stück Stoff in einen leeren Abstellraum einer Unterkunft in Barnstorf bei Diepholz geworfen, teilte die Polizei mit. Der Täter konnte flüchten. Verletzt wurde keiner der elf Asylbewerber – ein Bewohner hatte das Feuer rechtzeitig bemerkt und gelöscht. Ob es sich bei der Tat um einen fremdenfeindlichen Anschlag handelt, konnte die Polizei am Freitag noch nicht sagen. Der Brandstifter sei noch nicht gefasst worden.

In Fredenbeck im Kreis Stade brachen in der Nacht gleich in zwei Unterkünften Feuer aus. Erst brannte es in einem ehemaligen Hotel, das als Flüchtlingsheim genutzt wird. Eine Stunde später musste die Feuerwehr wenige Straßenzüge weiter wieder löschen – in einem provisorischen Dorf brannten fünf von zehn Wohncontainern aus, die nun nicht mehr bewohnt werden können. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei Stade keiner der insgesamt 23 Bewohner. Die Beamten nahmen noch in der Nacht einen 19-jährigen Bewohner des Containerdorfes fest.

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Barnstorf und Fredenbeck sind keine Einzelfälle: In diesem Jahr kam es in niedersächsischen Unterkünften mehrfach zu Bränden und Anschlägen.

Salzhemmendorf: Ende August warfen drei mutmaßliche Rechtsextremisten nachts einen Molotowcocktail in ein Fenster der Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Hameln-Pyrmont, in der 40 Asylbewerber wohnten. Verletzt wurde dabei niemand.

Lilienthal: Bei einem Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Osterholz warfen im Februar ein 15-Jähriger und zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren einen Molotowcocktail gegen die Fassade eines Hauses. 15 Flüchtlinge waren dort untergebracht. Motiv soll Rache wegen nicht bezahlter Drogen gewesen sein. Verletzt wurde niemand.

Haimar: Am einem frühen Sonntagmorgen Anfang November warf ein betrunkener 43-jähriger Mann einen selbst gebauten Molotowcocktail auf ein Fachwerkhaus in dem Sehnder Ortsteil. Dort ist eine dreiköpfige Familie aus Montenegro untergebracht ist. Verletzt wurde niemand. Der Täter soll zwanghaft und nicht mit fremdenfeindlichen Hintergrund gehandelt haben.
Ahrbergen: In einer geplanten Flüchtlingsunterkunft im Kreis Hildesheim ist am Montag ein Feuer gelegt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. In der nächsten Woche sollten dort bis zu 70 minderjährige Flüchtlinge in dem ehemaligen Hotel einziehen.

Von Isabel Rollenhagen

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