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Der Norden Bremen sagt Drogendealern den Kampf an
Nachrichten Der Norden Bremen sagt Drogendealern den Kampf an
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21:09 14.12.2016
Nachgestellte Szene eines Drogenhandels.
Nachgestellte Szene eines Drogenhandels. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Bremen

„Wir wollen verhindern, dass es in Bremen eine offene Drogen-Szene gibt“, sagte Bremens Schutzpolizei-Leiter Rainer Zottmann gestern bei der Vorstellung der Eingreif- und Ermittlungsgruppe „Straßendeal“. Das Konzept besteht darin, gezielt gegen „Top-Täter“ zu ermitteln, um so die Beweisbasis für Haftbefehle, Strafverfahren oder Aufenthaltsverbote zu legen.

Auch minderjährige Täter

Der Leiter der zuständigen Polizeiinspektion Mitte/West, Derk Dreyer, schätzte die Zahl der Straßendealer auf insgesamt etwa 180. Davon kämen rund 100 aus Bremen, 40 aus anderen Bundesländern, und bei mindestens 40 handele es sich um minderjährige Täter. Viele kämen aus westafrikanischen Staaten. Gedealt werde vor allem mit Kokain, Heroin und Marihuana. Im Oktober hatten Polizei und Staatsanwaltschaft nach monatelangen Ermittlungen die Zerschlagung eines Dealer-Netzwerkes in der Hansestadt gemeldet. Die neue Sondereinheit soll zunächst ein halbes Jahr arbeiten. Von der Aktion soll laut Zottmann das Signal an Dealer ausgehen: „Es lohnt sich nicht, hier nach Bremen zu kommen.“ Es gehe darum, dass in Bremen sowohl die Bahnhofsgegend als auch das „Viertel“ sicherer für Anwohner und Besucher würden.

Um Beweise gegen die Straßendealer zu sammeln, sollen auch Testkäufer aus den Reihen der Polizei eingesetzt werden.

Von Helmut Reuter

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