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Der Norden Bundespolizei warnt vor „Klau-Kids“
Nachrichten Der Norden Bundespolizei warnt vor „Klau-Kids“
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11:07 05.09.2014
Die Bundespolizei tut sich mit ganz jungen und deshalb strafunmündigen Taschendieben an Hauptbahnhöfen schwer. Quelle: dpa
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Braunschweig

Die Bundespolizei tut sich mit ganz jungen und deshalb strafunmündigen Taschendieben an Hauptbahnhöfen schwer. „Gegen diese Klau-Kids ist man als Polizeibeamter relativ machtlos“, sagte Detlef Lenger von der Bundespolizeiinspektion Hannover im Vorfeld von Infoveranstaltungen am Braunschweiger Hauptbahnhof. Die jungen Diebe würden regelrecht trainiert.

„Die sind auch gut, dass muss der Neid ihnen lassen“, sagte Lenger. Bis zu ihrem 14. Lebensjahr müssten sie keine Strafen fürchten. „Die sind rotzfrech“, sagte er. Sie wüssten, dass ihnen die Polizei nichts anhaben kann.

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Am Freitag und Samstag wollten die Bundespolizei und die Deutsche Bahn anlässlich der Eröffnung eines neuen Reviers der Behörde am Braunschweiger Hauptbahnhof Präventionsarbeit leisten und unter anderem Tricks von Dieben vorführen. Lenger mahnte besonders Urlaubsreisende, an großen Bahnhöfen misstrauisch zu sein. Gestresst und unter Zeitdruck werde man leichter das Opfer von Taschendieben, die verstärkt zur Reisezeit unterwegs seien. „Das nutzen die Täter natürlich aus.“

Im vergangenen Jahr habe die Bundespolizei rund um die Bahnhöfe Hannover, Göttingen, Hildesheim und Braunschweig etwa 800 Diebstähle gezählt. Für 2014 erwartet Lenger eine ähnliche Zahl. Beliebte Maschen seien beispielsweise das absichtliche Bekleckern mit Eis oder Rempeleien im Gedränge. Das soll der Ablenkung dienen, ein Komplize versucht dann, das Handy oder die Brieftasche zu greifen.

Die Bundespolizei sei täglich an Hauptbahnhöfen mit Zivilpolizisten im Einsatz. „Die müssen aufpassen, dass sie nicht auffliegen. Verbrennen, so nennen wir das.“ Die Beamten beobachteten nach Hinweisen von Opfern bestimmte Gruppen und nähmen sie bei Tatverdacht fest. Mit Hilfe von Überwachungskameras der Bahn könne oft Beweismaterial gesichert werden. Die Täter reisen laut Lenger gern in Gruppen mit dem Zug an, nach wenigen Stunden verschwinden sie dann wieder.

dpa

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