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Der Norden CDU will strengen Schutz der Wölfe aufweichen
Nachrichten Der Norden CDU will strengen Schutz der Wölfe aufweichen
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00:17 06.08.2015
Von Klaus von der Brelie
Weil in einigen Regionen Niedersachsens in jüngster Zeit Wölfe durch Dörfer gestreift sind und einige Bewohner besorgt reagiert haben, schlagen CDU und Jägerschaft vor, „verhaltensauffällige Wölfe der freien Natur umgehend zu entnehmen“. Quelle: dpa
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Bergen

Die Landesregierung solle sich in Brüssel dafür einsetzen, dass der Wolf in der sogenannten FFH-Richtlinie aus der Liste der am stärksten geschützten Tiere gestrichen werde. Zur Begründung weist die CDU darauf hin, dass sowohl Forscher in Dänemark als auch das deutsche Senckenberg-Forschungsinstitut im hessischen Gelnhausen einen genetischen Austausch des deutsch-westpolnischen Wolfsvorkommens mit dem nordosteuropäisch-baltischen Vorkommen nachgewiesen hätten.

Weil Wölfe aus den baltischen Staaten über Deutschland nach Dänemark zuwanderten, könne man nicht länger davon ausgehen, dass es sich bei der Population in Westpolen und Deutschland um ein isoliertes Vorkommen handele, heißt es auch beim Deutschen Jagdverband (DJV). Folglich träfen die Kriterien der EU nicht mehr zu. Sie sehen vor, dass der extrem strenge Schutz erst aufgehoben werden kann, wenn 1000 erwachsene Wölfe in einem Verbreitungsgebiet nachgewiesen sind und der Bestand als gesichert gilt.

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„Verhaltensauffällige Wölfe der freien Natur entnehmen“

Weil in einigen Regionen Niedersachsens in jüngster Zeit Wölfe durch Dörfer gestreift sind und einige Bewohner besorgt reagiert haben, schlagen CDU und Jägerschaft vor, „verhaltensauffällige Wölfe der freien Natur umgehend zu entnehmen“. Die Sicherheit der Menschen müsse oberste Priorität haben, sagte Angermann.

Nach letztem offiziellem Stand des Bundesamtes für Naturschutz lebten im Herbst 2014 in Deutschland mindestens 31 Wolfsrudel, vier Paare und fünf Einzeltiere sowie eine unbekannte Anzahl nicht territorialer Einzelwölfe. Im Monitoring-Jahr 2013/2014 wurden über 100 Wolfswelpen in Deutschland bestätigt.

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