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Der Norden Dioxin ist auch in Bioeiern
Nachrichten Der Norden Dioxin ist auch in Bioeiern
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19:48 14.04.2012
Von Klaus Wallbaum
Untersuchung der Eier: Dioxin auch in Bio-Eiern gefunden.
Untersuchung der Eier: Dioxin auch in Bio-Eiern gefunden. Quelle: dpa (Archiv)
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Hannover/Aurich

Nach Auskunft des Ministeriums handelt es sich um einen Biobetrieb mit Freilandhaltung im Kreis Aurich, der rund 100 000 Eier nach Nordrhein-Westfalen geliefert hat. Der Betrieb war vom Landkreis Aurich vorsorglich vor Ostern gesperrt worden; allerdings war zunächst davon ausgegangen worden, dass die Dioxinbelastung in den Eiern unterhalb des Grenzwertes liege. Am Abend wurde jedoch bekannt, dass der Grenzwert von fünf Pikogramm pro Gramm Fett um das Doppelte überschritten wurde.

Klar ist seit Freitagabend auch, dass in den beiden anderen, konventionell arbeitenden Legehennenbetrieben im Kreis Aurich, die dioxinbelastete Eier ausgeliefert hatten, das Gift nicht im Futtermittel war. Wie das krebserregende Dioxin in die Eier gelangen konnte, ist noch unklar „Die amtlichen Untersuchungen dauern an“, teilte die Sprecherin des Ministeriums, Natascha Manski, mit. Auch in welchem Zeitraum und Umfang belastete Ware in den Handel gelangt ist, ist unklar. Eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher sehen die Behörden nicht. Dennoch wird empfohlen, Eier mit den Kennungen 1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453 und 1-DE-0352691 zu vernichten oder zurückzugeben. Erste Hinweise waren von einem Labor in Schleswig-Holstein gekommen, das die Eier im Auftrag der Höfe untersucht hatte. Als Konsequenz aus dem Dioxinskandal vor gut einem Jahr sind Labore zur Meldung positiver Befunde verpflichtet.

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Die Kette der Lebensmittelskandale reißt nicht ab. Schon wieder gibt es „Dioxin-Alarm“. Diesmal sind Eier aus Freilandbetrieben betroffen – Ursache noch unklar. Noch beunruhigender: Anders als vor einem Jahr sind mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Futtermittel die Quelle der Verseuchung. Belasteter Boden könnte die Ursache sein.

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