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3500 Niedersachsen zeigen sich selbst an
Nachrichten Der Norden 3500 Niedersachsen zeigen sich selbst an
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06:53 09.12.2014
Quelle: Symbolbild
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Hannover

Dies teilte das Finanzministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hannover mit. Die Bremer Finanzbehörde zählt für dieses Jahr inzwischen 348 Selbstanzeigen, 2013 waren es 181. Die Steuermehreinnahmen lägen bei geschätzt etwa 19 Millionen Euro, sagte eine Sprecherin des Ressorts in Bremen.

Mit den Rekordzahlen sind Niedersachsen und Bremen nicht allein – nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ haben bundesweit bereits mehr als 35 000 Steuerhinterzieher Selbstanzeigen gestellt. Für Steuerbetrüger wird es ab Januar deutlich teurer, mit einer Selbstanzeige straffrei davonzukommen. Die meisten Anzeigen in diesem Jahr gab es dem Bericht zufolge bisher in Nordrhein-Westfalen. Dort hätten sich bis Anfang Dezember 8583 Steuersünder selbst angezeigt. Auf Platz zwei folge Baden-Württemberg mit 7117 Selbstanzeigen bis Anfang Dezember.

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Ab Januar sinkt die Grenze, bis zu der Steuerhinterziehung ohne Zuschlag bei einer Selbstanzeige straffrei bleibt, von 50.000 auf 25.000 Euro. Bei höheren Beträgen wird bei gleichzeitiger Zahlung eines Zuschlages von zehn Prozent von einer Strafverfolgung abgesehen. Ab einem Hinterziehungsbetrag von 100 000 Euro werden 15 Prozent Strafzuschlag fällig, ab einer Million Euro 20 Prozent. Bisher wird ein Zuschlag von 5 Prozent berechnet. Zudem müssen neben dem hinterzogenen Betrag in Zukunft auch die Hinterziehungszinsen von 6 Prozent pro Jahr sofort entrichtet werden. Zudem wird die Strafverfolgungsverjährung auf zehn Jahre ausgedehnt.

lni

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