Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Entkommener Mörder weiter auf der Flucht
Nachrichten Der Norden Entkommener Mörder weiter auf der Flucht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:45 13.03.2013
Der 42-Jährige ist nach Polizeiangaben etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er hat braune, kurze Haare, braune Augen und eine auffällige Zahnlücke. Quelle: Polizei Hamburg
Hamburg/Düsseldorf

Ein Mörder, der aus dem Gefängnis im westfälischen Werl entkommen ist, ist weiter auf der Flucht. In Hamburg gebe es bisher keine Spur von dem 42-Jährigen, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. In der Hansestadt soll er am Samstag eine 56-Jährige in ihrem Café im Stadtteil Hohenfelde brutal niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben.

Der Mann wird als sehr gefährlich eingeschätzt, die Hamburger Polizei sucht intensiv nach ihm - auch mit einer Öffentlichkeitsfahndung. Bisher seien aber nur wenige Hinweise gekommen, berichtete die Sprecherin. Die Beamten warnen eindringlich davor, an den vermutlich bewaffneten Mann heranzutreten.

Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) wollte am Mittwoch den Rechtsausschuss des Landtags über den Fall informieren. Nach Angaben des Ministeriums war der gesuchte 42-Jährige am 20. Februar von einem genehmigten, unbegleiteten Ausgang nicht in das Gefängnis in Werl zurückgekehrt. Zuvor hatte er fast 20 Jahre hinter Gittern verbracht. Nach einem ersten Freigang im vergangenen Dezember war er zurückgekommen.

Das Landgericht Wuppertal hatte den Mann 1993 wegen gemeinschaftlichen Mordes an einer Taxifahrerin zu lebenslanger Haft verurteilt. Mit einem Komplizen hatte er die 33-Jährige ausgeraubt und in die Wupper geworfen. Als die Frau dort laut zu schreien anfing, holten die beiden sie wieder aus dem Wasser, stachen ihr mehrmals mit einem Klappmesser in den Hals und warfen sie dann zurück in den Fluss. Dort ertrank die Schwerverletzte. Der Komplize, der zugestochen hatte, war zu zehn Jahren Jugendhaft verurteilt worden.

Dass der 42-Jährige auch für einen weiteren Überfall am Montag in Hamburg-Billstedt verantwortlich sein könnte, dafür gebe es “überhaupt keinen Anhaltspunkt“, erklärte die Polizeisprecherin. Ein Unbekannter hatte dort einen 33-Jährigen niedergestochen, der zuvor mehrere tausend Euro für den Kauf eines Autos abgehoben hatte. Das Opfer wurde lebensgefährlich verletzt.

Der 42-Jährige ist nach Polizeiangaben etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er hat braune, kurze Haare, braune Augen und eine auffällige Zahnlücke. Nach Erkenntnissen der Ermittler hat er keine Verbindungen nach Hamburg. Die Hansestadt sei aber ein gutes Pflaster, um sich zu verstecken, hieß es. Im Jahr 2009 etwa hatten Zielfahnder den Schwerverbrecher Thomas Wolf auf der Reeperbahn gefasst.

dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schweinswale sind auf „Stippvisite“ nach Hamburg gekommen. Zwei Gruppen mit insgesamt fünf Tieren schwammen von der Nordsee aus elbaufwärts. Dabei wagte sich ein Duo sogar bis in die Nähe des Elbtunnels, wie die Gesellschaft zur Rettung der Delfine (GRD) am Mittwoch in München mitteilte.

13.03.2013

Das bislang größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff ist auf seine erste Reise gestartet. Am Mittwochvormittag hieß es für den 324 Meter langen und 40 Meter breiten Luxusliner „Norwegian Breakaway“ im Hafen der Meyer Werft in Papenburg „Leinen los“.

13.03.2013

Bei einem Polizeieinsatz im Kieler Stadtteil Gaarden ist am Mittwoch ein Randalierer durch den Schuss einer Polizistin schwer verletzt worden. Er musste in einem Krankenhaus notoperiert werden, Lebensgefahr besteht nicht, wie ein Polizeisprecher sagte.

13.03.2013