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Der Norden Ermittler gehen von Brandstiftung aus
Nachrichten Der Norden Ermittler gehen von Brandstiftung aus
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19:47 20.01.2015
Die Experten von der Brandursachenforschung nehmen den Eingangsbereich des Hauses unter die Lupe.
Die Experten von der Brandursachenforschung nehmen den Eingangsbereich des Hauses unter die Lupe. Quelle: Hartmann
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Sarstedt

Im Brandfall Eulenstraße ermittelt die Polizei. Mehrere Experten aus der Brandursachenforschung nahmen gestern akribisch den Eingangsbereich des Hauses unter die Lupe, von dem aus das Feuer seinen Ausgang genommen hatte. „Es war Brandstiftung“, hieß gestern das erste Ergebnis der technischen Untersuchungen. Anhaltspunkte für ein technisches Versagen fanden die Fachleute nicht. Unklar bleibt, ob es fahrlässige Brandstiftung war, etwa durch eine weggeworfene Zigarette oder einen Feuerwerkskörper, oder ob jemand bewusst den Brand gelegt hat.

Begonnen hat das Feuer in einer Mülltonne, die neben dem Fahrradschuppen aus Blech an der Haustür abgestellt war. Von dort aus hatte es auf die beiden geparkten Autos und schließlich den Eingang und den darüber angebrachten Balkon übergegriffen. Ob in Sarstedt ein Feuerteufel sein Unwesen treibt, kann die Polizei nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht sagen, sie ermittelt aber weiter auch in diese Richtung. Von einem politischen oder rassistischen Hintergrund geht die Polizei nach wie vor nicht aus, es gäbe dafür keinerlei Anhaltspunkte.

Die vom Brand betroffene Familie stammt aus dem Kongo, lebt aber schon seit etwa zehn Jahren in Deutschland, vier davon in Sarstedt. Pastor Mbuluku arbeitet für die christliche Freikirche Maranatha Mission Internationale. Die betroffene Familie hat dank schneller Vermittlung durch die Stadt eine neue Wohnung in Hotteln gefunden. Gestern hatte sich Pierre-Claver Mbuluku in der ausgebrannten Wohnung umgesehen: Was nicht angesengt oder verqualmt ist vom Hausrat der Familie, kann nur noch im Müll entsorgt werden.

Eine Hausratversicherung hat die Familie nicht, sodass alles neu angeschafft werden muss. Elke Pytel-Weber von der Stadtverwaltung: „Vor allem Geldspenden können jetzt viel helfen.“ Allerdings könne die Stadt diese nicht annehmen. Wer den Mbulukus helfen will, sollte sich daher direkt an diese wenden. Am heutigen Mittwoch hat die Stadt einen ­Termin mit der Stiftung Familien in Not des evangelischen Kirchenkreises Hildesheim/Sarstedt vereinbart, um über Möglichkeiten der Hilfe zu beraten.

Von Peter Hartmann

Thorsten Fuchs 20.01.2015
20.01.2015