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Der Norden Erste Todesopfer durch Grippewelle
Nachrichten Der Norden Erste Todesopfer durch Grippewelle
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10:34 13.02.2013
Von Veronika Thomas
Die Ausbreitung akuter Atemwegserkrankungen hat einen hohen Stand erreicht. Quelle: Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI)
Hannover

In einem Fall war die Erkrankung auf den Erregertyp H1N1 zurückzuführen. „Todesfälle aufgrund von Grippeinfektionen sind nichts Ungewöhnliches“, sagte Matthias Pulz, Präsident des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes. In manchen Jahren würden 10 000 und mehr Menschen an den Folgen einer Grippeerkrankung versterben, vor allem Ältere, die bereits unter einer oder mehrerer Grunderkrankungen litten.

Dennoch ist die Infektionsrate nach NLGA-Angaben in dieser Saison außergewöhnlich hoch. In der Vorwoche wurden bei 47 Prozent aller in Arztpraxen genommenen Abstriche infizierter Patienten Grippeerreger festgestellt, in dieser Woche waren es immerhin noch 43 Prozent. „Im vergangenen Jahr wurde dieser Wert nicht um 20 Prozent überschritten“, sagte Pulz weiter. Glücklicherweise seien bisher keine schweren Krankheitsverläufe festzustellen. Wie hoch die Zahl der Grippeinfizierten insgesamt ist, konnte Pulz nicht sagen.

Die Grippewelle ist in der Region Hannover angekommen. Den besten Schutz gegen die Krankheit bietet eine Impfung.

40 Prozent der Grippekranken haben sich mit dem H3N2-Virus infiziert, in 35 Prozent aller Fälle ist H1N1 (ehemals Schweinegrippe) der Erreger, bei 25 Prozent handelt es sich um Influenza-B-Viren. Diese drei Erregertypen sind auch im aktuellen Grippeimpfstoff enthalten, der nach Angaben von Matthias Pulz einen guten Schutz vor einer Infektion bietet.

Das niedersächsische Sozialministerium rät allen Risikopatienten wie immungeschwächten und älteren Menschen, Rücksprache mit ihrem Hausarzt zu nehmen, ob eine Impfung jetzt noch sinnvoll ist. Denn es dauert zehn bis 14 Tage, bis der Körper den vollständigen Schutz vor einer Infektion aufgebaut ist.

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