Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Eselsgeschrei gegen Wolfsattacken
Nachrichten Der Norden Eselsgeschrei gegen Wolfsattacken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 05.03.2015
Natürlicher Schutz gegen Wolfsangriffe: Ein Schäfer in Niedersachsen setzt auf drei Esel. Quelle: dpa
Anzeige
Diepholz

Mit einer ungewöhnlichen Aktion will ein Schafshalter aus Twistringen im Landkreis Diepholz seine Herde vor Angriffen schützen. "Der Esel kennt anders als die Schafe kein Fluchtverhalten. Er stellt sich dem Raubtier und versucht, es erst mit Geschrei, dann mit Tritten zu vertreiben", sagte Schafszüchter Timo Barth der Deutschen Presse-Agentur.

Barth hat sich kürzlich drei Esel zum Schutz seiner 200 Schafe angeschafft. Nach Angaben des Schäfers funktioniert die natürliche Alarmanlage bei Angriffen von Wölfen, Hunden und Luchsen. "Die Schreie, die ein Esel bei Gefahr ausstößt, sind schon furchterregend", sagte Barth. Die Tiere integrieren sich in die Schafsherde und sorgten zudem dafür, dass die Schafe bei Angriffen zusammenbleiben und nicht durch Wegrennen den Jagdtrieb des Wolfs weiter anstacheln.

Anzeige
Nach dem Auftauchen eines Wolfes in Wohngebieten im Kreis Oldenburg ist das Tier nun möglicherweise im Nachbarkreis Cloppenburg unterwegs.

In Sachsen-Anhalt hätten sich deshalb bereits viele Schafszüchter Esel zum Schutz ihrer Herden angeschafft. Die Zahl der Wölfe in Deutschland wächst schnell. Geschätzt 25 Rudel mit etwa 200 Tieren gibt es derzeit, heißt es beim Projekt "Wolfsregion Lausitz". In den letzten zwei Jahren hat sich ihre Zahl damit fast verdoppelt. Die Tiere beanspruchen große Gebiete für sich. Gerade junge Rüden kundschaften deshalb ihre Umgebung aus und wildern auch bei Schafsherden. Notizblock

Der Norden Nach Terrorwarnung in Bremen - Moscheeverein kritisiert SEK-Einsatz
07.03.2015
Der Norden Landkreis Lüchow-Dannenberg - 18-jähriger stirbt bei Autounfall
04.03.2015
04.03.2015