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Der Norden Experten prüfen Brennstäbe im AKW Brokdorf
Nachrichten Der Norden Experten prüfen Brennstäbe im AKW Brokdorf
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17:27 29.03.2012
Im Kernkraftwerk Brokdorf müssen Experten die Befestigungen der Brennelemente überprüfen.  Quelle: dpa
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Brokdorf

Nach der Abschaltung des Kernkraftwerks Brokdorf wegen beschädigter Teile an Brennelementen haben die Betreiber Spezialisten angefordert. Sie würden Analysen und Risikobewertungen machen, sagte Eon-Sprecherin Petra Uhlmann am Donnerstag. „Eine Reihe von Experten beim Hersteller der Brennelemente arbeiten an der Nachweisführung“, sagte sie. „Auch Experten des Kraftwerks, der Aufsichtsbehörde und des TÜVs sind in die fachlichen Prüfungen einbezogen.“ Ergebnisse lagen am Donnerstag noch nicht vor.

Am Mittwoch waren bei der Inspektion von Brennelementen aus dem Lagerbecken einzelne gebrochene Niederhaltefedern entdeckt worden. Die jeweils acht Federn pro Element sollen ein Abheben der Brennelementen beim Betrieb der Anlage verhindern. Sie sollen vor allem die Ausdehnung der Brennelemente bei Wärmeentwicklung auffangen.

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Die Brennelemente, an denen die schadhaften Federn festgestellt wurden, waren nach Angaben von Eon noch nicht im Einsatz. Sie seien im Abklingbecken gelagert worden. Im Reaktor seien aber Brennelemente der gleichen Charge - und deshalb müsse nun geklärt werden, ob an diesen auch Schäden seien. Nach Angaben der Eon-Sprecherin waren auch in der Vergangenheit Schäden an den Niederhaltefedern der Brennelemente aufgetreten.

Das Kraftwerk wird voraussichtlich bis Freitag abgeschaltet bleiben. „Wir gehen gegenwärtig davon aus, dass das Kraftwerk am späten Abend des Freitags wieder ans Netz gehen kann“, sagte Uhlmann.

dpa

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