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Der Norden Familiennachzug aus Afghanistan nur gering
Nachrichten Der Norden Familiennachzug aus Afghanistan nur gering
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10:13 18.10.2017
Quelle: dpa/Symbolbild
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Das ergibt sich aus Zahlen der Bundesregierung auf Anfrage der Linken-Fraktion, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) vorliegen.

Demnach erhielten von 2015 bis Mitte 2017 gerade einmal 3.000 afghanische Staatsangehörige ein Visum, um zu engen Verwandten nach Deutschland nachzureisen - obwohl etwa 30.000 afghanische Asylsuchende in diesem Zeitraum als Flüchtlinge anerkannt wurden. Bei Migranten aus Eritrea war die Zahl mit schätzungsweise 300 nur ein Zehntel so groß, obwohl 32.000 Eritreer den Flüchtlingsstatus erhielten.

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Bei den großen Gruppen aus Syrien und dem Irak bemühen sich den Angaben zufolge derzeit 70.000 Flüchtlinge um einen Familiennachzug nach Deutschland. Rein rechnerisch kommt bei diesen Ländern ein Angehöriger pro zwei anerkannten Flüchtlingen nach. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland war jüngst auf eine Zahl von 2,5 Millionen Menschen für 2018 gekommen - mehr als zehn Mal so viel wie nach Einschätzung der Bundesregierung. Eritrea und Afghanistan sind die Länder, aus denen nach Syrien und dem Irak die meisten Flüchtlinge mit einem Anspruch auf Familiennachzug kommen.

Die Innenexpertin der Linken, Ulla Jelpke kritisierte: „Das Recht auf Familienleben ist ein unteilbares Menschenrecht. Ebenso wenig wie das Asylrecht darf man dieses Menschenrecht zahlenmäßig begrenzen.“

epd

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