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Der Norden Gesunkenes Schiff blockiert Mittellandkanal
Nachrichten Der Norden Gesunkenes Schiff blockiert Mittellandkanal
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16:06 29.10.2014
Der gesunkene Frachter "Rothensee" bringt den Verkehr auf einer wichtigen Wasserstraße zum Erliegen.
Der gesunkene Frachter "Rothensee" bringt den Verkehr auf einer wichtigen Wasserstraße zum Erliegen. Quelle: dpa
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Hannover

Nach der Havarie bei Oebisfelde in Sachsen-Anhalt bleibe die Route zwischen den Liegestellen Rühen und Calvörde bis mindestens Ende der Woche gesperrt, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Uelzen am Mittwoch. Das am Dienstag untergegangene Schiff liege quer in der Fahrrinne, andere Schiffe kämen nicht mehr durch. Die "Rothensee", die in Richtung Berlin unterwegs war, hatte sich bei einem Anlegeversuch quergestellt und war mit dem Güterschiff "Andromeda" zusammengestoßen. Der Schiffsführer und der Maschinist blieben unverletzt.

Ein gesunkener Frachter bringt den Verkehr auf der wichtigen Wasserstraße zum Erliegen.

Der Mittellandkanal verbindet laut Wasser- und Schifffahrtsamt als einzige West-Ost-Wasserstraße Norddeutschlands die Stromgebiete des Rheins, der Ems und der Weser mit der Elbe. Er stellt auch die Verbindung nach Berlin her.

Die Bergung des Schiffes, das vier bis viereinhalb Meter tief im Wasser liegt, gestaltet sich der Behörde zufolge schwierig. Zunächst prüften Taucher den Zustand der "Rothensee", die möglicherweise auseinandergebrochen sei, sagte der Sprecher. Dann müssten Experten über das weitere Vorgehen entscheiden. Zunächst müssten die 817 geladenen Tonnen Eisenbarren heraufgeholt werden, ehe das Schiff selbst gehoben werden könne. Zur Bergung der Ladung müsse die notwendige Technik angefordert werden. Möglicherweise kämen Schwimmkräne zu Einsatz.

Zu einem Stau von Schiffen wegen der Sperrung sei es an der Unglücksstelle bislang nicht gekommen. "Offenbar fahren viele Schiffsführer die Region gar nicht erst an, machen an anderen Häfen fest und warten einfach ab", sagte der Sprecher. Die Ursache für das Unglück sei wahrscheinlich ein technischer defekt, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Magdeburg. Details könne er noch nicht nennen.

29.10.2014
Heiko Randermann 29.10.2014