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Der Norden Gymnasien fürchten um ihre Lehrer
Nachrichten Der Norden Gymnasien fürchten um ihre Lehrer
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00:15 19.12.2013
Von Saskia Döhner
Philologenchef Horst Audritz fürchtet um die Gymnasien. Quelle: dpa
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Hannover

Lehrer an Gymnasien sollen ab nächstem August 24,5 Stunden in der Woche statt wie bisher 23,5 unterrichten. Zudem wird die versprochene  Altersermäßigung für Pädagogen ab 55 Jahren an allen Schulformen erst mal ausgesetzt. Nur Lehrer, die älter sind als 60, dürfen weiterhin eine Stunde weniger unterrichten.

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) hatte im Landtag von einem Umschichtungspotenzial von rund 970 Vollzeitstellen gesprochen, das durch diese Maßnahmen entstehe. „Konkret heißt das, dass jedes Gymnasium  drei bis fünf Lehrer verlieren könnte“, sagte Audritz.

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Lehrer werden sich weiter gegen Mehrarbeit wehren

Zwar hatte die Ministerin stets betont, dass „alle Stellen im System bleiben“. Sie hatte aber nicht garantiert, dass die jeweiligen Schulen alle Lehrer behalten und etwa kleinere Klassen bilden könnten. Im Gegenzug will Heiligenstadt Ganztagsschulen besser ausstatten und auch mehr Geld in den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen stecken.

Der Philologenverband kündigte an, dass sich die Lehrer weiterhin gegen die Mehrarbeit wehren werden. „Wir brauchen mehr, nicht weniger Zeit für die gute Bildung unserer Schüler“, sagte Audritz. „Die Betroffenen werden die Entscheidung von Rot-Grün „in ihrem politischen Langzeitgedächtnis abspeichern.“ Die Regierung habe über Monate die Proteste der Lehrer, Eltern und Schüler ignoriert. Man werde nach sachgerechten Lösungen suchen, aber auch weiterkämpfen.

Nach Ansicht der Opposition macht  Rot-Grün Politik gegen die Gymnasien. Schon zum neuen Schuljahr seien 300 Stellen weggefallen, kritisiert  Björn Försterling (FDP). Die Ministerin  weist dies vehement zurück und unterstreicht die Bedeutung der Gymnasien. Für keine andere Schulform gebe es ein Forum, in dem alle Beteiligten über Entlastungsmöglichkeiten für die Zukunft diskutierten. Zentrales Thema sei die Schulzeitdauer. Geprüft wird, ob man durch weniger Klausuren und Prüfungsfächer den Druck aus dem verkürzte Abitur nehmen kann oder lieber gleich zu G 9 zurückkehrt.

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