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Der Norden Hakenkreuz im Pflaster kostet Azubi den Job
Nachrichten Der Norden Hakenkreuz im Pflaster kostet Azubi den Job
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00:24 16.04.2015
Von Karl Doeleke
Quelle: dpa / Symbolfoto
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Goslar

Weil er ein Hakenkreuz im Pflaster der Goslarer Fußgängerzone verlegt hat, muss ein ehemaliger Straßenbau-Azubi knapp 1000 Euro Geldstrafe zahlen. Das hat am Montag das Amtsgericht Goslar entschieden. Es bestätigte damit weitgehend einen Strafbefehl wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen, gegen den der Azubi Einspruch eingelegt hatte. Lediglich die Höhe der Geldstrafe wurde in dem Urteil von 1650  Euro auf 975 Euro reduziert. Dabei wurde unter anderem berücksichtigt, dass die Baufirma dem Mann inzwischen gekündigt hat.

Komplize behält seinen Job

Laut Staatsanwaltschaft Braunschweig hatte der 23-Jährige das Hakenkreuz-Muster gemeinsam mit einem 49 Jahre alten Gesellen der Baufirma im vergangenen September bei Pflasterarbeiten in der Goslarer Innenstadt verlegt. Die Stadt hatte es zwar schnell entfernen lassen, allerdings kursierten im Internet Fotos des Machwerks aus roten Pflastersteinen – der Azubi hatte die Bilder aufgenommen und beim Nachrichtendienst Whatsapp verbreitet.

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So blieb am Montag vor Gericht auch kein Zweifel an der Schuld des Mannes. In einem Whatsapp-Chat hatten sich der 23-Jährige und der 49-Jährige über das Hakenkreuz im Pflaster ausgetauscht. Die Bilder fanden ihren Weg ins Internet, Medien bis nach Japan griffen sie auf. Der 49-jährige Komplize hat seinen Strafbefehl in Höhe von 1000 Euro im Januar akzeptiert. Er ist weiterhin bei der Goslarer Baufirma beschäftigt.

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