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Der Norden Harzer feiern das Kulturerbe gemeinsam
Nachrichten Der Norden Harzer feiern das Kulturerbe gemeinsam
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13:15 30.05.2012
Das Erzbergwerk Rammelsberg in Goslar wurde 1992 Weltkulturerbe. Quelle: pid
Goslar/Osterode

Der Westharz ist eine einzigartige kulturelle Schatzkiste. Gleich dreimal ist die Region in der Welterbeliste der Unesco vertreten: Nach der Altstadt von Goslar und dem Bergwerk Rammelsberg erhielt 2010 auch die Oberharzer Wasserwirtschaft die begehrte Auszeichnung. Kaum ein Tourist weiß jedoch, welche Bauwerke im Einzelnen zu diesen Welterbestätten gehören. Am kommenden Sonntag, 3. Juni, können sich Interessierte einen besonderen Eindruck von der Vielfalt dieser Kulturlandschaft verschaffen. Anlässlich des Unesco-Welterbetages laden die Welterbestätten zu einer Spurensuche ein.

Die Veranstaltung ist eine Premiere. Erstmals präsentieren sich die drei Harzer Welterbestätten mit einem gemeinsamen Programm. Zuvor hatte es jahrelang Querelen zwischen den Kommunen gegeben, auf deren Territorium sich die einzelnen Welterbestätten befinden. Hierzu gehören die Landkreise Goslar und Osterode sowie die Stadt Goslar und die Samtgemeinde Oberharz. Inzwischen sind die Konflikte beigelegt.

Vor einem Jahr hat die neu gegründete Harzer Welterbe-Stiftung ihre Arbeit aufgenommen, und auch die Personalfrage ist geklärt. Stiftungsdirektor wird der bisherige Leiter des hessischen Braunkohle-Bergbaumuseums in Borken, Gerhard Lenz. Er tritt sein Amt im Juli an, gleichzeitig wird er in Personalunion auch die Geschäftsführung des Erzbergwerks Rammelsberg in Goslar übernehmen.

Großes touristisches Potenzial

Das gemeinsame Harzer Welterbe berge ein enormes touristisches Potenzial, sagte Lenz am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Goslar. Dies zeigt sich schon jetzt: Ein „Renner“ sind vor allem die ganztägigen Busrundreisen, bei der zahlreiche Welterbestätten zwischen Clausthal-Zellerfeld und Walkenried besichtigt werden. Diese Rundfahrten sind bereits komplett ausgebucht, sagte der Koordinator des Welterbetages, Uli Reiff.

Alternativ können sich Besucher auch mit Shuttlebussen zu verschiedenen Schachtanlagen, Stollen und Bauwerken der Oberharzer Wasserwirtschaft bringen lassen. An den verschiedenen Haltestellen zwischen Goslar, Clausthal-Zellerfeld, St. Andreasberg und Bad Grund können sie dann an speziellen Programmen und Führungen teilnehmen. Der Fahrpreis und der Eintrittspreis beträgt jeweils 1 Euro.

Auch ein Besuch der zahlreichen Museen und Baudenkmäler sowie des Erzbergwerkes Rammelsberg lohnt sich. „Wir zeigen dabei auch Orte, die sonst nicht zugänglich sind“, sagt die Koordinatorin des Welterbetages, Gesine Reimold. Viele Einrichtungen können sonst nur im Rahmen von Gruppenführungen besucht werden.

Die Organisatoren des Welterbetages hoffen auch auf einen langfristigen Effekt. Von der Fläche her seien die Harzer Welterbestätten das größte Weltkulturerbe in Deutschland, sagte Carola Schmidt vom Harzer Tourismusverband. Um alles sehen zu können, müssen Touristen schon mehrere Tage einplanen – und damit länger im Harz bleiben.

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