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Der Norden Eine Stadt wie gemalt
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19:58 29.10.2015
In ganz anderem Licht: So hat man den historischen Marktplatz in Hildesheim bisher noch nicht gesehen.  Quelle: Stratenschulte
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Hildesheim

Mehr als 30 Künstler sorgen bis zum Sonntag dafür, dass man Hildesheim in anderem Licht sieht. Auf einer Route entlang der Unesco-Welterbestätten werden Fassaden angestrahlt, Muster und Bilder projiziert, Klänge erzeugt. Auswahl und Vielfalt brauchen sich vor den inzwischen etablierten Festivals wie in Lüdenscheid und Eindhoven nicht zu verstecken.
Einiges bei diesem Lichtkunstfestival ist vor allem dekorativ wie die wunderschönen farbigen Projektionen von Ghiju Diaz de León auf der Andreaskirche. Die Kuratoren haben zudem Künstler herausgefordert, sich mit historischen Gebäuden wie St. Michael oder dem Kreuzgang im Dom zu befassen. Die Lichtkünstler Joeressen+Kessner etwa haben sich wochenlang mit der Michaeliskirche beschäftigt. Ausgehend vom Quadrat als Baustein des Welterbes, umfasst das Künstlerduo das Außen und Innen der Kirche mit Licht und Sound dermaßen intensiv, dass Säulen und Decken einzustürzen scheinen.

Vom 29.10.2015 bis zum 01.11.2015 illuminieren Künstler im Rahmen des Internationalen Lichtkunstfest "Lichtungen" verschiedene Gebäude in Hildesheim. 

Jeweils von 18 bis 24 Uhr wird Hildesheim zu einer riesigen Leinwand. „Mit den ,Lichtungen’ findet unser ereignis- und erfolgreiches Jubiläumsjahr seinen krönenden Abschluss“, sagt Oberbürgermeister Ingo Meyer.

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Zwölf der rund 30 Installationen kommen von den Hochschulen in Hildesheim und Saarbrücken. Abseits der oft auch (zu) lauten und großen Lichtevents schimmert es im Kleinen bunt und vor allem aufregend. So bringt Andrea Thembie Hannig den Plastikmüll der Weltmeere in der Garderobe des RPM auf den filmischen Licht-Punkt. An der Bischofsmühle beamt Octavian Mariutiu wichtige Jahreszahlen wie das Gründungsdatum Hildesheims als Strichcode auf die zweigeteilte Fassade. Jetzt müssen sich nur noch die Besucher auf den Weg machen, um im Dunkel der Nacht das Licht der Kunst zu finden.

Ein Plan der 44 Lichtkunst-Orte liegt aus in der Tourist-Information am Marktplatz, in der Jakobikirche und ist im Internet herunterzuladen. „Lichtungen“ dauert bis Sonntag und ist kostenlos zu besuchen. Führungen werden um 18.30, 20 und 21 Uhr für 3,50 Euro pro Person angeboten. Startpunkt ist jeweils St. Jakobi. Außerdem warten an allen Stationen Künstler und Standortbegleiter, um Fragen zu beantworten.

von Martina Prante

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