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Der Norden Hunderte neue Funde auf Römer-Schlachtfeld
Nachrichten Der Norden Hunderte neue Funde auf Römer-Schlachtfeld
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09:22 18.02.2015
Korana Deppmeyer, Kuratorin des Landesmuseum Braunschweig, hält im Landesmuseum in Braunschweig eine Gesichtsmaske aus der Varusschlacht bei Kalkriese. Das römisch-germanische Schlachtfeld am Harzhorn im Landkreis Northeim liefert der Forschung immer neue Schätze. Quelle: dpa
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Northeim

Archäologen haben auf dem römisch-germanischen Schlachtfeld am Harzhorn im Landkreis Northeim erneut wertvolle Schätze geborgen. "Obwohl wir 2014 nicht gegraben, sondern nur oberflächlich gesucht haben, haben wir erneut mehrere Hundert Metallfunde gemacht", sagte Northeims Kreisarchäologin Petra Lönne. Unter den Fundstücken befinden sich Waffen und Waffenteile, Münzen, Teile von Pferdegeschirr und jede Menge Sandalennägel.

Die Welt der römischen Gladiatoren strahlt auch 2000 Jahre nach ihrem Untergang immer noch eine ungebrochene Faszination aus. In Kalkriese bei Osnabrück wird jetzt ein umfassender Einblick in den Alltag der antiken Kämpfer geboten.

Die Zahl der Metallfunde auf dem 2008 entdeckten Schlachtfeld sei damit auf mehr als 2700 gestiegen, sagte Lönne. Auf dem Höhenzug nahe Oldenrode hatten sich Römer und Germanen im Jahr 235 nach Christus ein großes Gefecht geliefert. Das Harzhorn ist eine der größten ungestörten Kampfstätten der Antike. Es ist für die Wissenschaft von besonderem Wert und gilt als archäologischer Jahrhundertfund.

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Ob 2014 erneut Sensationsfunde gemacht wurden - so wie in einigen Vorjahren, als unter anderem ein seltenes römisches Kettenhemd und eine nahezu vollständig erhaltene römische Streitaxt entdeckt wurden -, sei noch nicht abschließend geklärt, sagte Lönne. "Viele Metallfunde befinden sich noch beim Restaurator." Erst nach der Aufarbeitung sei eine endgültige Bewertung möglich.

Keine illegalen Schatzsucher

Um die Arbeiten mit größerer Intensität fortsetzen zu können, werde ein Förderantrag an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) vorbereitet, sagte Lönne. Auf dem nach bisheriger Kenntnis mehrere Kilometer langen und einige Hundert Meter breiten Schlachtfeld gebe es noch viel zu tun. Einige Areale hätten wegen starken Bewuchses noch nicht richtig abgesucht werden können. "Wir haben am Harzhorn noch Arbeit für Jahrzehnte", sagte die Archäologin. So sei etwa der An- und Abmarschweg der Römer noch nicht näher untersucht worden.

Schwierigkeiten mit illegalen Schatzsuchern gebe es am Harzhorn - anders als an manch anderer archäologischer Grabungsstätte - nicht, sagte Lönne. "Die Bevölkerung ist sensibilisiert. Sie würde unbekannte Sonden-Gänger sofort melden." Zugleich gebe es ein stetig wachsendes Interesse an dem Projekt. Die Führungen über das antike Schlachtfeld seien so stark gefragt, dass die bisher ausgebildeten 17 Führer die Arbeit kaum bewältigen könnten.

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