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Der Norden Jeder zweite Zug in Niedersachsen steht
Nachrichten Der Norden Jeder zweite Zug in Niedersachsen steht
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07:36 23.04.2015
Bahnstreik in Hannover: Leere Bahnsteige. Quelle: dpa
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Hannover

Geduldsprobe für Bahnreisende: Wegen des Streiks der Lokführer sind am Mittwoch mehr als die Hälfte aller Züge der Deutschen Bahn in Niedersachsen und Bremen ausgefallen. Die Arbeitsniederlegungen gehen bis Donnerstagabend weiter. „Wir streiken morgen bis 21.00 Uhr“, sagte der Bezirksvorsitzende Nord der Lokführergewerkschaft GDL, Hartmut Petersen. Wo es ging, wichen die Kunden auf private Wettbewerber aus. Der Anteil privater Bahnbetreiber liegt in Niedersachsen mit rund 60 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt, so dass Reisende auf den Regionalstrecken Hamburg-Hannover-Göttingen, Hamburg-Bremen und Osnabrück-Oldenburg-Wilhelmshaven noch vergleichsweise gut voran kamen.

Alles, was Sie zum Bahnstreik wissen müssen, lesen Sie hier.

Ein Sprecher der Bahn sagte, die Situation an den Bahnhöfen sei sehr ruhig. Die Reisenden hätten sich auf die Lage eingestellt. Im Fernverkehr fielen nach seinen Worten zwei Drittel aller Züge aus, im Nahverkehr rund 50 Prozent. Der GDL-Vorsitzende bestätigte das. „Die meisten Kunden habe sich damit abgefunden und nach Alternativen gesucht.“ Die Lokführer seien aber einhellig der Meinung, dass der Streik im Grunde noch viel länger dauern müsse, damit die Bahn erkenne, dass das Zugpersonal vernünftige Arbeitsbedingungen verdient habe. Die Gewerkschaft will fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche für die Lokführer mit dem Bahnstreik durchsetzen.

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Hannover hat Routine im Bahnstreik. So zumindest wirkt es am Morgen am Hauptbahnhof, der trotz Berufsverkehrszeit ziemlich leer ist.

Der GDL-Bezirksvorsitzende Petersen sagte, in Niedersachsen werde der Zugbetrieb vor allem auf der Strecke zwischen Hannover und Berlin aufrechterhalten. In der Fläche gab es nach seinen Schätzungen eine Ausfallquote von etwa 70 Prozent. Im Norden wollen nach seinen Worten auch am Donnerstag etwa 500 bis 600 Lokführer und Zugbegleiter streiken.

Der Bahnverkehr auf den ostfriesischen Inseln funktionierte ohne Probleme: Auf Wangerooge etwa fuhr die einzige Meterspurbahn der Deutschen Bahn trotz des Streiks der Lokführer weiter. Die Diesellokomotive brachte wie gewohnt Urlauber vom Fähranleger im Hafen zum Inselbahnhof. Auch auf Borkum und Langeoog fuhren die Züge vom Hafen zur Inselmitte - sie werden von der Reederei AG Ems und der Kommune betrieben und sind damit nicht vom Streik betroffen.

Die Bahnkonkurrenten in Niedersachsen profitieren von dem Ausstand. An außerplanmäßigen Haltestellen etwa in der Region Hannover nahmen sie Hunderte Pendler auf.

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Hannover hat Routine im Bahnstreik. So zumindest wirkt es am Mittwochmorgen am Hauptbahnhof, der trotz Berufsverkehrszeit ziemlich leer ist. Die meisten Pendler und Zugreisenden haben sich, wie schon bei den vergangenen Arbeitsniederlegungen der Gewerkschaft der Lokführer (GdL), auf die Ausfälle und Ausdünnungen im Fahrplan eingestellt.

Jörn Kießler 24.04.2015

Vom Streik der Lokführer sind auch am heutigen Donnerstag in der Region Hannover erneut viele Pendler betroffen: Die S-Bahn-Linien 1, 4 und 6 fallen komplett aus. Andere Regionalbahnen fahren nur alle zwei Stunden. Im Fernverkehr fallen fast alle IC-Verbindungen aus, auch ICE-Strecken sind betroffen.

Jörn Kießler 23.04.2015

Bahngäste, die von dem Streik betroffen sind und auf ein anderes Verkehrsmittel umsteigen, haben die Möglichkeit ihr Geld zurückzubekommen. Webseite der Bahn.

Deutsche Presse-Agentur dpa 21.04.2015
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