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Der Norden Ländertreff soll Idee von Wulff und Oettinger sein
Nachrichten Der Norden Ländertreff soll Idee von Wulff und Oettinger sein
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14:29 26.08.2012
Die Idee zum Nord-Süd-Dialog soll von Ex-Ministerpräsident Christian Wulff (l.) und Günther Oettinger (2. v. r.) stammen. Quelle: dpa
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Hannover

Die Lobbyveranstaltung Nord-Süd-Dialog in Niedersachsen soll anders als von Ex-Ministerpräsident Christian Wulff dargestellt ein gemeinsamer Einfall von ihm und Günther Oettinger (beide CDU) gewesen sein. „Die Idee des Nord-Süd-Dialogs haben Christian Wulff und ich im persönlichen Gespräch entwickelt“, sagte der frühere Ministerpräsident Baden-Württembergs dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Wulff hingegen hatte stets erklärt, Eventmanager Manfred Schmidt habe 2007 die Idee zu dem Ländertreff gehabt. So lautete auch die Antwort der Staatskanzlei auf eine parlamentarische Anfrage der SPD vom April 2010 im Landtag in Hannover. Wulffs Anwalt Gernot Lehr wollte sich auf Anfrage der dpa wegen des laufenden Ermittlungsverfahrens dazu nicht äußern.

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Im Zusammenhang mit der Initiative wird gegen Schmidt und den damaligen Sprecher von Wulff, Olaf Glaeseker, wegen möglicher Korruption ermittelt. Vorwürfe wegen der Veranstaltung spielten eine Rolle in der Affäre, die zu Wulffs späterem Rücktritt als Bundespräsident führte. Der Nord-Süd-Dialog wurde Ende 2007 gestartet. Ziel war es, ein Netzwerk zwischen Prominenten und Politikern aus Niedersachsen und Baden-Württemberg aufzubauen. Die Schirmherren waren Wulff und Oettinger.

Eine Entscheidung über eine Anklage Wulffs und Glaesekers soll jetzt frühestens Mitte Oktober fallen, wie ein Mitarbeiter der niedersächsischen Justizbehörden der „Welt am Sonntag“ sagte. Der bisher genannte Termin Spätsommer oder Frühherbst sei vom Tisch. 

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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