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Der Norden Land hält an Strandpacht für Inseln fest
Nachrichten Der Norden Land hält an Strandpacht für Inseln fest
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18:56 08.03.2012
Von Saskia Döhner
Auch die ostfriesische Insel Baltrum muss weiter Strandnutzungsgebühren an das Land zahlen. Quelle: Wagner
Hannover

Das Landwirtschaftsministerium hat kein Verständnis für die Kritik der Ostfriesischen Inseln an der Strandpacht. Die Inseln zahlten für landeseigene Flächen, die gewerblich genutzt würden, etwa von Strandkorbverleihern, Surfschulen oder Imbissbuden, betont Ministeriumssprecher Christian Wittenbecher. Wer einen Marktstand oder ein Karussell auf eine öffentliche Fläche stelle, müsse schließlich auch eine Gebühr bezahlen. Der Forderung der Inseln, die Gebühr abzuschaffen, erteilte der Ministeriumssprecher eine Absage: "Auf dieses Geld kann das Land nicht verzichten."

Die Insel-Bürgermeister ärgern sich auch darüber, dass die Strandnutzungsgebühr so unterschiedlich ausfällt. Nur fünf der insgesamt sieben Inseln sind überhaupt in der Zahlpflicht. Für die 500-Einwohner-Insel Baltrum sind es 4.300 Euro Strandpacht jährlich, für Borkum mit rund zehnmal so vielen Einwohnern fallen 22.000 Euro an. Auf Spiekeroog sind es 11.700 Euro, für Juist liegt die Summe bei 13.900 Euro, und Langeoog zahlt 16.500 Euro.

Das Land plant eine Neufassung der 60 Jahre alten Verträge. Die Strandpacht soll künftig nach einer einheitlichen Bemessungsgrundlage berechnet werden. Ausgenommen bleibt auch weiterhin das ehemalige Staatsbad Norderney. Auch Wangerooge muss keine Pacht zahlen, weil seine Strandflächen einer Bundesbehörde, nämlich dem Wasser- und Schifffahrtsamt, gehören.

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