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Der Norden Lehrer gesteht Sex mit 14-jähriger Schülerin
Nachrichten Der Norden Lehrer gesteht Sex mit 14-jähriger Schülerin
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15:36 05.04.2012
 Ein 46-jähriger Lehrer muss sich vor Gericht für seine Beziehung zu einer 14-jährigen Schülerin rechtfertigen.
 Ein 46-jähriger Lehrer muss sich vor Gericht für seine Beziehung zu einer 14-jährigen Schülerin rechtfertigen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hamburg

Mit ein paar Kritzeleien auf dem Gehweg vor der Schule soll alles angefangen haben: „Ich liebe Sie", soll das Mädchen dort für den Lehrer hinterlassen haben. Es endete mit einer Anklage gegen den Pädagogen. Der Lehrer hat am Donnerstag vor dem Hamburger Landgericht gestanden, über Monate eine sexuelle Beziehung zu der 14 Jahre alten Schülerin gehabt zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen in neun Fällen und sexuellen Missbrauch von Jugendlichen in drei Fällen vor.

Es war nicht das erste Mal, dass sich eine Schülerin in ihn verliebt habe, schilderte der 46 Jahre alte Familienvater vor Gericht. Während seiner Aussage sprach der schlanke Mann selbstbewusst. Normalerweise ignoriere er die Schwärmereien.

Fast in jeder Pause habe seine Schülerin vor dem Lehrerzimmer auf ihn gewartet oder ihn in der Pausenhalle abgepasst. Als sie ihm eine Facebook-Einladung schickte, kamen sie sich auch außerhalb der Schule näher. Bis zu drei Stunden am Tag hätten sie miteinander gechattet, schilderte der Angeklagte. Im Dezember 2010 habe er eine Kino-Einladung von ihr noch ausgeschlagen. Nach einigen Wochen ließ er sich doch auf ein Treffen ein. Bei einem Spaziergang hätten sie sich dann zum ersten Mal geküsst. „Da ging es los", sagte der Familienvater am Donnerstag vor Gericht.

Aufgeflogen war die Affäre, weil sich die Schwester des Opfers zufällig in den Facebook-Account der 15-Jährigen einloggte und die Nachrichten las. Gemeinsam mit der Mutter wandte sie sich an die Schule und schaltete die Polizei ein. Der 46-Jährige wurde suspendiert - das zu dem Zeitpunkt 15-jährige Mädchen traf er laut Anklage aber trotzdem weiter.

Vor Gericht zeigte sich der Lehrer reumütig: Er hätte sich Hilfe holen müssen, sagte er. „Hinterher ist man immer schlauer", kommentierte das der Vorsitzende Richter. Die Plädoyers werden am kommenden Mittwoch erwartet, das Urteil soll am 13. April fallen.

dpa

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