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Der Norden Wolfsburg gibt sich lammfromm
Nachrichten Der Norden Wolfsburg gibt sich lammfromm
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07:09 30.12.2016
Von Heiko Randermann
Quelle: dpa/Stadt Wolfsburg (HAZ-Montage)
Wolfsburg

Es ist ja nachvollziehbar, dass sie in Wolfsburg einen Hang zum Wolf haben. Es gab sogar mal eine Zeit, da wurde der VfL Wolfsburg von einem Mann namens Wolfgang Wolf trainiert - da war die Rudelbildung in jedem zweiten Satz quasi programmiert. Auch jetzt wollen die Wolfsburger wieder auf ihr Wappentier zurückgreifen, wenn es darum geht, Menschen aus ganz Niedersachsen vom 1. bis zum 3. September 2017 zum Tag der Niedersachsen einzuladen. Aber so einfach ist das diesmal nicht.

„Frisch und innovativ“

Denn der Wolf ist vielleicht in Wolfsburg noch ein Symbol für „Moderne und Innovation“ und kommt als Werbeträger „frisch und sympathisch“ daher, wie Oberbürgermeister Klaus Mohrs meint. Doch in noch ländlicheren Gegenden Niedersachsens machen Viehzüchter und andere Menschen lieber einen Bogen um den großen Grauen, als sich von ihm zu einem Fest einladen zu lassen. Zwei Wochen ist es erst her, dass wütende Weidetierhalter von Wölfen gerissenen Schafe und Ziegen vor dem Landtag ablegten. Und nun berichtet noch die „Allgemeine Zeitung“ aus Uelzen über eine Umfrage aus der Gemeinde Wriedel: Dort haben von 199 Befragten 106 schon mal einen Wolf gesehen, 125 fühlen sich durch ihn eingeschränkt, und 88 wollen ihn sogar vollständig loswerden. Der Wolf „frisch und sympathisch“?

Doch die Stadt Wolfsburg ist nicht auf Streit aus. Als die Stadt per Twitter auf diese Diskrepanz aufmerksam gemacht wurde, reagierte sie humorvoll - und schuf ein Schaf als Wappentier. „Unsere Agentur hat die ganze Nacht an einem Alternativentwurf gearbeitet“, heißt es in einem Tweet, den die Stadt gestern veröffentlichte. Das Schäfchen ist ein wenig krakeliger und kringeliger als der Wolf, aber definitiv lammfromm und sehr sympathisch. Ob es eine Chance bekommt?

Die hoch ansteckende Vogelgrippe bereitet Landwirten in Niedersachsen immer größere Sorgen. Agrarminister Meyer sagt: „Wir kriegen das Virus nicht ausgerottet.“ In Niedersachsen waren bislang sechs kommerzielle Geflügelhalter und ein Kleinstbetrieb betroffen. 178 000 Tiere mussten gekeult werden.

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