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Der Norden Lüneburger Altstadt sackt ab
Nachrichten Der Norden Lüneburger Altstadt sackt ab
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14:10 18.04.2012
Wegen Bodenbewegen sackt ein Teil der Lüneburger Altstadt ab. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Lüneburg

In Lüneburg wurde mehr als tausend Jahre lang Salz abgebaut. Auch das Nachbarhaus ist gefährdet. Stadtbaurätin Heike Gundermann sagte am Mittwoch: „Die beiden Gebäude sind wahrscheinlich nicht zu retten.“ Die Mieter waren am Vortag informiert worden. Umgehend eingeleitete Sicherungsmaßnahmen sollen den Bewohnern des akut gefährdeten Hauses aber einen geordneten Auszug in den kommenden Wochen ermöglichen.

Der Vermieter des betroffenen Gebäudes ist derzeit unauffindbar. Die Stadt hatte deshalb einen Gutachter beauftragt, nachdem der Boden unter der Häuserzeile in 15 Monaten um 18 Zentimeter gesunken war. „In den ersten drei Monaten dieses Jahres waren es allein fünf Zentimeter“, teilte die Stadtbaurätin mit.

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Lüneburg hat auch mehr als 30 Jahre nach Schließung der dortigen Saline noch immer an den Folgen des Salzabbaus zu tragen. Grundwasser spült den Salzstock und den Gipshut darüber stellenweise aus, Erde und Sand rutschen nach - Gebäude werden beschädigt oder müssen gar abgerissen werden. Auch starke Regenfälle spielen dabei nach Einschätzung von Geologen eine Rolle. Am Rand des Senkungsgebietes sorgt festeres Gestein für eine Abbruchkante. Dort steht auch der akut gefährdete Gründerzeitbau.

dpa

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