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Der Norden Mit Lack gegen Graffiti
Nachrichten Der Norden Mit Lack gegen Graffiti
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09:28 12.04.2015
Beliebtes Ausflugsziel: der Pilsumer Leuchtturm.  Quelle: Ingo Wagner/dpa
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Pilsum

Mehr als 100 Jahre blickt der kleine Leuchtturm im ostfriesischen Pilsum hinaus auf die Nordsee. Spätestens durch den Film „Otto - Der Außerfriesische“ mit Blödel-Spezialist Otto Waalkes wurde das rot-gelb-geringelte Bauwerk zu einem der bekanntesten maritimen Objekte an der deutschen Küste. Tausende Besucher haben dort ihre Namen und Graffiti hinterlassen. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Ein neuer Anstrich erschwert Kritzeleien mit Edding oder anderen Stiften, die Lackschicht kann leichter gereinigt werden.

Bitte (nicht) verewigen.

„Das soll auch Kosten sparen, denn ein neuer Anstrich pro Jahr kostet rund 1000 Euro“, sagt Frank Rosenberg von der Deichacht Krummhörn. Touristen könnten zudem an einer extra Fläche neben dem Turm Liebes-Schlösser anbringen, damit keine Rostflecken zurück bleiben.

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Der Wasser- und Bodenverband kümmert sich um Deiche und Anlagen als Schutz vor Sturmfluten im Gebiet der Stadt Emden und des Landkreises Aurich. 1998 hatte die Deichacht auch den Pilsumer Leuchtturm übernommen und aufwendig renoviert. Das Bauwerk war nur von 1891 bis 1915 in Betrieb; danach hatte ihm in der salzigen Nordseeluft der Rost stark zu schaffen gemacht.

Für die Unterhaltung des 15 Meter hohen Leuchtturmes darf die Deichacht keine Mitgliedsbeiträge einsetzen und ist daher auf Spenden angewiesen. Gleichzeitig muss der Pilsumer Leuchtturm für Besichtigungen, Sonderführungen und als Hochzeitszimmer gut in Schuss sein: Für die Gemeinde Krummhörn ist es das Symbol für Ferien in Ostfriesland.   2010 wurde der Turm sogar für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika mit einem zusätzlichen schwarzen Farbstreifen als Deutschland-Flagge umgestaltet. Vielleicht hat der Glücksbringer von der ostfriesischen Küste damals etwas genützt: Die deutsche Nationalmannschaft kam bei dieser WM immerhin auf den dritten Platz. 

lni

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