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Der Norden Tourismusbranche erwartet profitable Ferienzeit
Nachrichten Der Norden Tourismusbranche erwartet profitable Ferienzeit
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22:04 16.05.2015
Im vergangenen Jahr hatte die Tourismusbranche in Niedersachsen einen neuen Gäste- und Übernachtungsrekord verzeichnet. Quelle: dpa
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Braunschweig

Von Mindestlohn und Fachkräftemangel lassen sich Niedersachsens Hoteliers und Gastwirte nicht die Vorfreude auf die Feriensaison verderben. „Die Buchungszahlen für den Sommer sind gut“, sagte der Chef des Tourismusverbandes Niedersachsen, Sven Ambrosy. Das Jahr sei hervorragend gestartet.

Die Gästezahlen scheinen also zu stimmen. Allerdings fehlt es an manchen Orten noch an Personal. „Wir haben noch immer nicht alle Stellen besetzen können“, sagte Robert Jabin, Personalreferent bei der Hotelkette Upstalsboom, die an der niedersächsischen Nordseeküste mehrere Hotels betreibt.

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Vor allem Kellner, Köche und Zimmermädchen würden für die Urlaubssaison noch gesucht. Verstärkung kommt aus Spanien, wo die Arbeitslosigkeit derzeit besonders hoch ist. „Das spüren wir schon, das nutzen wir teilweise auch“, sagte Jabin. Es gebe insgesamt mehr Bewerbungen aus Südeuropa.

Ambrosy vom Tourismusverband will zwar nicht ausschließen, dass es Personalengpässe gibt - besonders auf den Inseln fehlten noch Fachkräfte. Insgesamt bleibt er aber gelassen. „Flächendeckend ist mir dieses Problem derzeit nicht bekannt.“ So seien Jobs in der Tourismusbranche sicher und attraktiv. „Ja, wir arbeiten oft, wenn andere Freizeit haben.“ Aber: „Wir arbeiten, wo andere Urlaub machen.“

Im Harz profitiert man vom Binnentourismus. „Inlandsreisen sind in“, sagte Christin Faust vom Tourismusverband Harz. Mit dem derzeitigen Buchungsstand sei man zufrieden. Kurzentschlossene brauchen sich aber keine Sorgen machen, vor ausgebuchten Hotels zu stehen. „Man kriegt noch was in allen Kategorien.“

Im vergangenen Jahr hatte die Tourismusbranche in Niedersachsen einen neuen Gäste- und Übernachtungsrekord verzeichnet. Mit knapp 13,1 Millionen Besuchern kamen nach Angaben des Statistischen Landesamtes soviel Gäste wie nie zuvor in den vergangenen 35 Jahren. Allein an der Nordseeküste wurden knapp 7,5 Millionen Übernachtungen gezählt.

Während Landwirte und Industrie mit dem Mindestlohn hadern, geben sich die Tourismusverbände entspannt. Bislang seien ihm keine Probleme durch den Mindestlohn bekannt, sagt Ambrosy. „Es wird sicherlich Betriebe geben, für die das ein Problem ist. Die haben aber auch andere Probleme.“

Jörg Steinhäuser vom Kreisverband Harz des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) ergänzt, dass es schon vor Einführung des Mindestlohns Anfang des Jahres einen höheren Branchentarif gab. Problematischer sei, dass nun die Arbeitszeiten genauer erfasst werden müssen. Das fordere besonders kleinere Betriebe heraus.

Von Valentin Frimmer/dpa

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