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Der Norden Nicht mehr als sechs Stunden Schule pro Tag
Nachrichten Der Norden Nicht mehr als sechs Stunden Schule pro Tag
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07:52 12.02.2014
Von Saskia Döhner
 Ist der Finger oben, wird man dich loben: Auch bei nur sechs Stunden Schule pro Tag ist Mitarbeit im Unterricht gefragt. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Mehr als sechs Stunden regulärer Unterricht sollten es in den Jahrgängen 5 bis 10 nicht sein, ist die überwiegend einhellige Meinung. Die Zeit am Nachmittag könnte an Ganztagsschulen für Förderstunden oder Arbeitsgemeinschaften genutzt werden.
Nicht ganz so einig ist man sich in der Frage, wie viel Zeit bis zum Abitur bleiben soll. Der Philologenverband und der Landesverband der Elternräte der Gymnasien plädieren für eine schnelle Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren. Heute wollen sie ihren Forderungskatalog vorlegen. Philologenchef Horst Audritz warnt vor Mischsystemen: „Das bringt nur Chaos.“

Aber genau diese Wahlmöglichkeit für die Schüler bevorzugen die vier Parteien im Landtag. Sie nennen diese Variante „Abitur im eigenen Takt“. „Leistungsstarke Schüler müssen auch schneller zum Abschluss kommen können“, sagt Kai Seefried (CDU), auch Björn Försterling (FDP) betont: „Wir wollen niemanden bremsen.“ Die Opposition möchte das Abitur schon zum neuen Schuljahr reformieren, die Regierungsparteien warnen vor Schnellschüssen. Vor Sommer 2015 sei keine Schulgesetzänderung möglich. „Wir wollen das Ergebnis der Expertenkommission zur Zukunft der Gymnasien abwarten, danach werden wir schnell entscheiden und dies auch umsetzen“, sagt Ina Korter (Grüne). Sie kritisiert: „Erst konnte es Schwarz-Gelb nicht schnell genug gehen, G 8 einzuführen, nun soll es ganz schnell wieder abgeschafft werden.“

Die Jusos wollen das Turbo-Abitur am Gymnasium schnell loswerden, der Landesschülerrat aber will G 8 behalten, wenn auch mit entschlacktem Lehrplan und unter veränderten Bedingungen: „Ein Prüfungsfach muss gestrichen werden“, fordert der neue Vorsitzende des Landesschülerrates, Helge Feussahrens.

Nicht nur aus der Mittelstufe müsse Druck genommen werden, sagt Eberhard Brandt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), auch die Oberstufe müsse reformiert werden. Nach der 10. Klasse sollten die Schüler entscheiden, ob sie ihren Abschluss in zwei, drei oder vier Jahren absolvieren möchten.

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