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Der Norden Polizei fahndet öffentlich
Nachrichten Der Norden Polizei fahndet öffentlich
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12:18 30.08.2013
Fahndungsfoto der Polizei vom Donnerstag zeigt den 35-jährigen Mann, der am Montag (05.12.2011) im niedersächsischen Stolzenau seine 13 Jahre alte Tochter auf offener Straße erschossen hatte. Quelle: dpa
Nienburg

Die Ermittler nehmen einen neuen Anlauf, um dem mutmaßlichen Tochter-Mörder von Stolzenau auf die Spur zu kommen. Die Staatsanwaltschaft Verden habe jetzt 10 000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, teilte die Polizei in Nienburg am Freitag mit.

Der heute 37-Jährige Mann steht im Verdacht, am 5. Dezember 2011 seine 13-jährige Tochter nach einem erfolglosen Versöhnungsgespräch auf offener Straße mit einer Pistole erschossen zu haben. Am 4. September soll der Fall zum zweiten Mal in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" vorgestellt werden. Nach dem ersten Auftritt der Mordkommission in der Fahndungssendung kurz nach dem Verbrechen gab es 165 Hinweise.

Der Vater blieb trotzdem verschwunden. Zielfahnder der Polizei machten ihn später in einem Dorf im Irak aus. Von dort verschwand er aber nach einiger Zeit wieder. Seither hat sich seine Spur verloren. Auch seine Ehefrau - die Mutter des erschossenen Mädchens - sowie die drei gemeinsamen Söhne des Paares seien inzwischen aus dem Kreis Nienburg verschwunden und untergetaucht, sagte Polizeisprecherin Gabriela Mielke.

Die Ermittler vermuten, dass die Familie wieder zusammenlebt und sich irgendwo in Deutschland oder dem angrenzenden Ausland aufhält. Ein halbes Jahr vor dem tödlichen Verbrechen war die 13-Jährige wegen familiärer Spannungen mit Zustimmung des Jugendamtes in ein Heim gezogen. Auslöser der Tat könnte das Vorhaben des Landkreises Nienburg gewesen sein, den Eltern das Sorgerecht für ihre Tochter zu entziehen.

Die Ermittlungsbehörden spekulieren jetzt darauf, dass sie aus dem Umfeld der Familie Hinweise bekommen, die zur Festnahem des Vaters führen. Sie sichern Informanten Vertraulichkeit zu. In der Ermittlungsakte sollen jedenfalls keine Angaben stehen, die Rückschlüsse auf ihre Identität zulassen.

dpa

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