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Der Norden Pädophiler betreibt im Emsland eine Praxis für Kinder
Nachrichten Der Norden Pädophiler betreibt im Emsland eine Praxis für Kinder
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11:03 31.10.2012
Von Karl Doeleke
Das Verwaltungsgericht Hannover muss entscheiden, ob einem pädophilen Phychotherapeuten seine Approbation zurecht aberkannt wurde. Quelle: Symbolfoto
Hannover

Eine Sprecherin der landesweit für die Verfolgung von Kinderpornografie zuständigen Staatsanwaltschaft in Hannover bestätigte am Mittwoch, der Mann sei im Januar wegen des Besitzes von Kinderpornos zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Seit Juni ist das Urteil rechtskräftig. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, ein Berufsverbot gegen den Mann wurde jedoch nicht verhängt. Ein Verfahren zur Entziehung seiner Approbation ist jedoch anhängig. Wie ein Sprecher der Polizei im Emsland am Freitag bestätigte, hat der Therapeut inzwischen versucht, sich das Leben zu nehmen. Er wurde in eine Klinik eingewiesen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Hannover gibt es keine Erkenntnisse, dass sich der Therapeut in seiner Praxis an Kindern vergangen hat. Er war aber einschlägig vorbestraft: Das Landgericht Paderborn hat ihn bereits vor zehn Jahren wegen des sexuellen Missbrauchs seiner Stieftöchter verurteilt. Dennoch konnte der Mann später in Papenburg eine Praxis eröffnen – ein Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass von ihm künftig wahrscheinlich keine weiteren Missbrauchstaten zu erwarten sind.

Die für den Entzug der Zulassung zuständige Psychotherapeutenkammer Niedersachsen sieht das heute offenbar anders. Sie hat bereits im Juli die Approbation widerrufen – also nur wenige Wochen nach dem Urteil. Dagegen klagte der Therapeut jedoch, weshalb jetzt ein Verwaltungsgericht über seine Zulassung entscheiden muss. Bis zu einer Entscheidung hat die Klage aufschiebende Wirkung, und die Approbation bleibt bestehen. Warum die Psychotherapeutenkammer nicht den sofortigen Vollzug des Approbationswiderrufs angeordnet hat, war gestern nicht zu klären. Dann hätte die Praxis bereits im Juli geschlossen werden müssen.

Derweil sorgt sich ein zweiter in Papenburg ansässiger Kindertherapeut um seinen Ruf: Therapeut Hans Jürgen Baum verweist auf einen entscheidenden Unterschied. Der Verurteilte besitzt keine kassenärztliche Zulassung und darf daher nur Privatpatienten behandeln.

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