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Der Norden „Palastrevolution“ beim ADAC an Formfehler gescheitert
Nachrichten Der Norden „Palastrevolution“ beim ADAC an Formfehler gescheitert
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18:05 24.03.2013
Von Gunnar Menkens
Foto: Die „Palastrevolution“ beim ADAC ist an einem Formfehler gescheitert.
Die „Palastrevolution“ beim ADAC ist an einem Formfehler gescheitert. Quelle: dpa
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Celle

Johann Borchers und Burkhard Scheunert wurde vom amtierenden Vorstand vorgehalten, das Protokoll der Mitgliederversammlung ihres Ortsklubs Sportsicherung Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, eine Gliederung aus dem Großraum Hannover, nicht fristgemäß beim Regionalklub in Laatzen eingereicht zu haben – und damit Delegierte, darunter sie selbst, nicht rechtzeitig bekannt gegeben zu haben. Vorgeschrieben sei eine Frist von 14 Tagen vor Beginn des zentralen Treffens von rund 250 Delegierten heute in Celle.

Borchers, früher leitender Polizeidirektor, wollte für den ehrenamtlichen Vorsitz des ADAC kandidieren, er war bereits Verkehrsleiter des Klubs bis 2009. Scheunert, stellvertretender Vorsitzender des niedersächsischen ADAC und Sportleiter bis 2012, sagte: „Ich bin seit 40 Jahren im Klub, von dieser Frist habe ich noch nie gehört.“ Die beiden Anführer der Opposition wurden in Celle von einer großen Mehrheit der Delegierten vom weiteren Verlauf der Versammlung ausgeschlossen, da sie formell nicht den Status von Delegierten hätten. Offenkundig wegen der Aussichtslosigkeit ihres Vorhabens verzichteten sie darauf, sich dennoch zur Wahl zu stellen. Formal wäre dies möglich gewesen, sagte eine Sprecherin des Verkehrsklubs.

Die Opposition wirft dem amtierenden Vorsitzenden Reinhard Manlik und seinem Geschäftsführer Hans-Henry Wieczorek vor, einen „dramatischen Ansehensverlust“ des Klubs zu verantworten. Derzeit gibt es 92 Arbeitsgerichtsprozesse, eine frühere Angestellte berichtete öffentlich darüber, „als Spitzel missbraucht“ worden zu sein. Ähnliche Vorwürfe erhebt der Betriebsrat. Der Vorstand wies diese Vorwürfe zurück. Reinhard Manlik wurde im Anschluss mit deutlicher Mehrheit erneut zum Chef des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gewählt. Gegenkandidaten gab es nicht. Nach seiner Bestätigung im Amt sagte Manlik: „Durch die Kampagne der Opposition und ihre unbewiesenen Anschuldigungen ist dem Ansehen des ADAC schwerer Schaden zugefügt worden. Es wurde suggeriert, dass hier die Hölle los ist. Nichts davon ist richtig.“

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