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Der Norden Pferd ertrinkt bei Reitunfall
Nachrichten Der Norden Pferd ertrinkt bei Reitunfall
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19:16 21.03.2014
Quelle: Archiv (Symbolbild)
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Klein Hegesdorf

Ein totes Pferd und eine Reiterin unter Schock – das ist die Bilanz eines Unfalls, der sich am Freitag gegen 15.30 Uhr in der Feldmark bei Klein Hegesdorf ereignet hat. Wie die Polizei berichtet, soll das Pferd der 28-jährigen Frau aus heiterem Himmel gescheut haben, wobei es in den Graben längs der Straße stürzte. Die Reiterin blieb anschließend mit einem Bein unter dem Körper des Tieres stecken, das sich aus eigener Kraft nicht mehr aufrichten konnte.

Die Polizei geht nach ersten Untersuchungen davon aus, dass das Pferd so unglücklich in dem wasserführenden Graben gelandet war, dass es darin ertrunken ist. Der Sturz selbst war aber wohl nicht die Todesursache, die sichtbaren Verletzungen seien nicht schwer gewesen.

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Nach Angaben der Feuerwehr Rodenberg hatte die Reiterin den Notruf per Handy abgesetzt. Anschließend musste sie nach Schätzung der Retter etwa 20 Minuten auf Hilfe warten, weil eine unklare Ortsangabe die Feuerwehr zunächst auf die verkehrte Fährte schickte. Der Rüstzug der Samtgemeinde Rodenberg mit Einsatzkräften aus Rodenberg, Lauenau und Soldorf war ausgerückt.

Das Sturzopfer fanden die Feuerwehrleute schließlich am Feldweg von Klein Hegesdorf aus in Richtung Bundesstraße 65. Mit der Muskelkraft mehrerer Männer sei es dann recht schnell gelungen, die Reiterin aus ihrer misslichen Lage zu befreien, berichtete Marc-Henning Kommerein von der Feuerwehr Rodenberg. Die Frau stand zu diesem Zeitpunkt unter Schock.

Für das Tier kam jede Hilfe zu spät, bei der Ankunft der Polizeibeamten rund 15 Minuten nach Eingang des Notrufs sei es bereits tot gewesen, so die Polizei. Ein Landwirt half mit seinem Vorderlader dabei, den leblosen Kadaver zu bergen. Das weitere Vorgehen liegt in der Verantwortung der Besitzer.

Fremdverschulden schließt die Polizei aus, ein Dritter war nach ihren Erkenntnissen nicht an dem Unfall beteiligt. Warum das Pferd plötzlich scheute, bleibt demnach im Dunkeln.

gus/kle

Simon Benne 21.03.2014