Prozess am Landgericht Braunschweig Vater schüttelt Säugling zu Tode
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Der Norden Vater gesteht unter Tränen Tod seines Sohnes
Nachrichten Der Norden Vater gesteht unter Tränen Tod seines Sohnes
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13:17 06.04.2016
Foto: Der Angeklagte soll im September 2015 seinen dreieinhalb Monate alten Sohn geschüttelt und dabei tödlich verletzt haben.
Der Angeklagte soll im September 2015 seinen dreieinhalb Monate alten Sohn geschüttelt und dabei tödlich verletzt haben. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
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Braunschweig

Der junge Mann muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten. Er soll den kleinen Jungen im September vergangenen Jahres geschüttelt haben, weil sich das Baby nicht beruhigen ließ. „Ich wusste nicht mehr weiter, war so aufgewühlt und habe ihn dann geschüttelt“, sagte der Angeklagte. Das Kind starb am Tag darauf an einem Schädel-Hirn-Trauma im Krankenhaus.

Für sein Verhalten hatte der Mann am Mittwoch keine Erklärung. „Ich habe mich über mich selbst erschrocken“, sagte er. Bis zum Ergebnis des Obduktionsberichts habe er gehofft, dass nicht er am Tod seines Sohnes Schuld sei. In der Zeit danach habe er immer wieder über Suizid nachgedacht.

Seine Ehefrau, die als Zeugin vor Gericht geladen war, beschrieb den 28-Jährigen als stolzen und verantwortungsvollen Vater. „Ich frage mich deshalb immer: Wie konnte das passieren? Ich weiß nur, wie mein Mann mit unserem Sohn umgegangen ist: liebevoll.“

dpa

09.04.2016