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Der Norden Rocker prügeln sich in Bremer Innenstadt
Nachrichten Der Norden Rocker prügeln sich in Bremer Innenstadt
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14:59 14.04.2013
Bereits am Freitag wurden in Bremen mehrere Rocker von der Polizei festgenommen.
Bereits am Freitag wurden in Bremen mehrere Rocker von der Polizei festgenommen. Quelle: dpa
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Bremen

Bei einer Schlägerei zwischen den Motorrad-Clubs „Mongols“ und „Hells Angels“ in Bremen ist ein 41-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Der Mann musste wegen seiner schweren Stichverletzungen notoperiert werden. 24 Tatverdächtige wurden im Anschluss festgenommen. Obwohl die Polizei nach eigenen Angaben wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt, gibt es bislang keinen Haftbefehl.

Die Ermittler versuchten am Wochenende herauszufinden, welche der Rocker in die Tat involviert waren. Dies gestaltete sich aber schwierig. Zum genauen Stand der Ermittlungen wollte sich eine Polizeisprecherin am Sonntag nicht äußern. Auch zur Frage, ob es bereits einen oder mehrere konkrete Tatverdächtige gebe, sagte sie nichts.

Der Rocker-Club „Hells Angels“ in Bremen löste sich im vergangenen Jahr auf, sein Konkurrent „Mongols“ ist verboten. Nicht verbieten kann man die Rivalität zwischen den Anhängern beider Clubs. Sie führte am 12. April zu einer schweren Schlägerei und 24 Festnahmen.

Allein am Freitagabend war die Polizei mit 150 Beamten im Einsatz. Am Samstagabend wurden dann 79 Rocker in Gewahrsam genommen, um weitere Auseinandersetzungen zu verhindern. Am Sonntag sollten sie im Laufe des Tages nach und nach wieder entlassen werden.

Der Bremer Innensenator hatte den Ortsclub der „Mongols“ bereits 2011 verboten. Die Bremer „Hells Angels“ waren im vergangenem Jahr einem möglichen Verbot zuvorgekommen und hatten sich ebenso wie der Club in Hannover aufgelöst. Zuvor war es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen beiden Clubs gekommen.

Diese Rivalität besteht offenbar auch nach dem Verbot weiter. Die Rocker hielten sich zwar an das Vereinsverbot, sagte die Polizeisprecherin. Sie haben etwa kein Clubhaus mehr und tragen keine Kutten mit den Schriftzügen ihrer verbotenen Vereine. Dennoch sind die ehemaligen Mitglieder weiterhin im Rocker-Milieu aktiv. „Als handelnde Personen gibt es sie weiterhin“, sagte die Polizeisprecherin.

Eine Änderung der Einsatz-Strategie soll es nach Angaben der Polizei-Sprecherin nach der Eskalation der Gewalt am Wochenende nicht geben. „Die Polizei Bremen wird der Rocker-Gewalt weiterhin mit einer Null-Toleranz-Strategie begegnen und auch bei kleinsten Anlässen konsequent einschreiten.“

Polizei stellt Waffen bei Osnabrücker Rocker-Party sicher

Die Polizei hat bei der Kontrolle einer Party der Rocker-Gruppe Bandidos mehrere Waffen beschlagnahmt. Rund 200 Gäste waren am Samstagabend zu der Feier des Motorrad-Clubs Bandido MC in Osnabrück zusammengekommen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Unter anderem hatten die Rocker Teleskopschlagstöcke, Pfefferspray und Springmesser dabei. Die Polizei achtete aber auch auf Verstöße gegen das Verkehrsrecht: Ein Teilnehmer musste sein Motorrad schieben, nachdem er in der Kontrolle mit einem Ski-Helm statt mit einem zugelassenen Motorradhelm erwischt worden war. Bei der Party selbst kam es laut Polizei zu keinen Zusammenstößen.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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