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Der Norden Schünemann wird Vorsitzender der Innenministerkonferenz
Nachrichten Der Norden Schünemann wird Vorsitzender der Innenministerkonferenz
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08:01 04.01.2013
Von Klaus Wallbaum
Jetzt auf Bundesebene aktiv: Innenminister Uwe Schünemann. Quelle: dpa
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Hannover

Die Frage ist nur: Wie lange wird sich der 48-jährige Christdemokrat in dieser neuen Funktion äußern und interviewen lassen können? Für ein Jahr ist jedes Bundesland mit der IMK-Führung an der Reihe, Staffelübergabe ist jeweils im Januar. Am 8. Januar tritt der Amtsinhaber, Innenminister Lorenz Caffier aus Mecklenburg-Vorpommern, vom Vorsitz zurück, Schünemann übernimmt die Amtsgeschäfte.

Nicht einmal zwei Wochen später aber sind Landtagswahlen, und wenn sich am Wahlabend herausstellen sollte, dass Schünemann wohl nicht Innenminister wird bleiben können, wäre seine Rolle als IMK-Vorsitzender damit schon wieder erledigt. Er hätte lediglich zwölf Tage Zeit, in der bundesweiten Rolle Zeichen zu setzen. Das ist selbst für einen im Umgang mit Medien so erprobten Mann wie Schünemann viel zu kurz. Umgekehrt hätte jeder Nachfolger schon vom ersten Amtstag an eine zusätzliche Aufgabe. Er wäre nicht nur neuer Innenminister Niedersachsens, sondern spräche zugleich auch für die Innenministerkonferenz - eine Würde, die Niedersachsen eben nur alle 16 Jahre für zwölf Monate zuteil wird.

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Wer auch immer in den kommenden Monaten das Innenministerium führt, er wird voraussichtlich in zwei wichtigen Konferenzen Gastgeber sein - im Mai und im November oder Dezember treffen sich die Innenminister der Länder. Wenn die Sicherheitslage sich zuspitzen sollte, wären zwischendurch auch Sonderkonferenzen außer der Reihe denkbar. Ob Rechtsextremismus, Sicherheit in Fußballstadien, islamistische Gefahr oder Zuwanderung - der Minister aus Niedersachsen wird im Wahljahr 2013 in allen Fragen stets einer der ersten sein müssen, die sich bundesweit Gehör verschaffen, und zwar von Amts wegen.

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