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Der Norden Nach Unwetterschaden: S-Bahnen fahren wieder
Nachrichten Der Norden Nach Unwetterschaden: S-Bahnen fahren wieder
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15:25 30.11.2015
Verspätungen und Zugausfälle: Die Abfahrtstafel im Hauptbahnhof Hannover am Montagmorgen. Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover

Zwischen Hannover und Lehrte gab es wegen eines umgekippten Baumes seit 4.19 Uhr Behinderungen im Bahnverkehr. Die S-Bahnlinien S3, und S7 fielen bis 11.37 Uhr aus, teilte eine Bahnsprecherin mit, die Linie S6 konnte erst am späten Nachmittag wieder fahren. Da der umgestürzte Baum auch die Oberleitung beschädigt hatte, dauerten die Reparaturarbeiten länger. Aufgrund der Schäden kam es auch zu Verspätungen im Fernverkehr.

Am Informationsschalter im Hauptbahnhof hat sich eine lange Schlange gebildet. Quelle: Uwe Dillenberg

In der Region Hannover rückte die Feuerwehr insgesamt über 30 Mal zu kleineren, wetterbedingten Einsätzen aus. Am Roderbruchmarkt (Groß Buchholz) drohten auf einem Dach gelagerte Dämmmaterialien wegzuwehen und das am Haus stehende Gerüst umzustürzen. In der Dachenhausenstraße (Mitte) hatten sich Dachziegel gelöst und mussten von der Feuerwehr gesichert werden. An mehreren Stellen im Stadtgebiet musste sie umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste beseitigen.

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In Großenkneten (Kreis Oldenburg) rammte ein mit rund 150 Fahrgästen besetzter Zug am späten Sonntagabend einen Baum, der nach heftigen Sturmböen auf die Schienen gestürzt war. Der Lokführer wurde leicht verletzt. Im Bereich Oldenburg rückte die Feuerwehr zu insgesamt 50 sturmbedingten Einsätzen aus.

Flüchtlinge werden aus Zelten evakuiert

In Bremen hat die Feuerwehr am Sonntagabend mehr als 1000 Flüchtlinge aus drei Zelten vor dem Sturm in Sicherheit gebracht. Sie wurden vorübergehend in Schulen untergebracht, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Das entspräche den vorher festgelegten Notfallplänen der Notunterkünfte. Wann die Flüchtlinge in die Zelte zurückkehren könnte, war am Montagmorgen zunächst unklar.

In Hamburg hatte die Feuerwehr eine arbeitsreiche Nacht: 91 Mal rückten die Einsatzkräfte aus, meist wegen umgefallener Bäume oder um Wasser von der Straße abzupumpen.

Sturmtief Nils ist über den Norden Deutschlands hinweggefegt. Unter anderem steht der Hamburger Fischmarkt unter Wasser.

Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes gilt noch bis zum Dienstagnachmittag.

lni/sbü

29.11.2015
29.11.2015