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Der Norden Sturmtief "Heini": Waldspaziergänge meiden
Nachrichten Der Norden Sturmtief "Heini": Waldspaziergänge meiden
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11:09 18.11.2015
Der Deutsche Wetterdienst hatte vor starken Gewittern mit teils schweren Sturmböen, Starkregen und Hagel gewarnt. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Das Sturmtief "Heini" ist in der Nacht auf Mittwoch in Niedersachsen weniger verheerend ausgefallen, als erwartet. Vereinzelt stürzten Bäume oder Äste auf die Straße, wie Polizeisprecher in Bremen und Hannover am Mittwochmorgen sagten. In Braunschweig fiel in der Nacht eine Ampel um, verletzt wurde aber niemand. Größere Einsätze und Schäden gab es zunächst nicht.

Flüchtlinge verlassen Zeltlager

In Bremen mussten rund 1400 Asylbewerber über Nacht kurzfristig von Zeltlagern in Schulen umziehen. Die Zelte, in denen die Menschen untergebracht waren, halten nach Herstellerangaben höchstens Windstärke 10 aus - erwartet wurden aber Sturmböen bis zu Stärke 11. Die Zelte hätten den Sturm aber unbeschadet überstanden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen. Die Flüchtlinge wurden zunächst mit Bussen zu ihren Zelten gebracht, nun sollen sie voraussichtlich für eine weitere Nacht in Schulen umziehen. Nur wenn sich das Wetter spürbar beruhige, werde dies nicht nötig sein, sagte ein Sprecher des Sozialressorts am Mittwoch. 

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Orkanböen auf dem Brocken

Sturmtief "Heini" hat auf dem Brocken im Harz am Mittwochmorgen für Windgeschwindigkeiten von 170 Kilometern pro Stunde gesorgt. Die Orkanböen sollten zunächst auch noch anhalten, wie die Brocken-Wetterwarte mitteilte. Erst zum Vormittag hin sollte sich die Wetterlage beruhigen. Ein Meteorologe sprach von umgestürzten Bäumen und abgeknickten Ästen auf dem Berg. Für das Bergland des Harzes oberhalb von 1000 Metern warnte der Deutsche Wetterdienst noch bis 10 Uhr vor extremen Orkanböen mit Geschwindigkeiten von mehr als 140 Kilometern pro Stunde.

Waldspaziergänge meiden

Die Niedersächsischen Landesforsten warnen vor Spaziergängen im Wald. "Herunterfallende Äste oder sogar entwurzelte Bäume können zur akuten Gefahr für Leib und Leben werden", teilte die Behörde am Mittwoch in Braunschweig mit. Die Windböen würden in der Spitze insbesondere in den Mittelgebirgslagen stellenweise Orkanstärke erreichen. Auch in den kommenden Tagen sollte man auf Spaziergänge durch den Wald daher lieber verzichten. Im Harz seien bereits vereinzelt Bäume auf Straßen gefallen.

Der Deutsche Wetterdienst hatte vor starken Gewittern mit teils schweren Sturmböen, Starkregen und Hagel gewarnt. "Heini" hatte sich am Dienstag vom Atlantik auf den Weg über Schottland nach Skandinavien gemacht und sich der deutschen Küste genähert. In Irland blieben Zehntausende Haushalte auch über Nacht ohne Strom, nachdem umstürzende Bäume Leitungen beschädigt hatten.

dpa

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