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Der Norden Transporte zum Schacht Konrad nicht sicher
Nachrichten Der Norden Transporte zum Schacht Konrad nicht sicher
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16:50 01.08.2012
Experten befürchten, dass Atommüll-Transporte zum Schacht Konrad die Bevölkerung gefährden könnten. Quelle: dpa
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Salzgitter

Atommüll-Transporte zum künftigen Endlager Schacht Konrad bei Salzgitter könnten nach Ansicht von Experten die Sicherheit der Bevölkerung gefährden. Das teilte die Stadt Salzgitter am Mittwoch unter Verweis auf das Gutachterbüro intac mit. Dieses hatte im Auftrag der Stadt eine von der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) vorgelegte Studie überprüft. Im Gegensatz zu intac war sie zu dem Schluss gekommen, dass die Transporte kein relevantes radiologisches Risiko für Mensch und Umwelt darstellen.

Damit sollten Bedenken von Anwohnern entkräftet werden. In dem Gegengutachten werden vier Kernpunkte bemängelt: So würden weder „realistische radiologische Bedingungen“, noch der „schlimmste anzunehmende Fall“ berücksichtigt. Auch die mögliche Strahlenbelastung für die Bevölkerung werde falsch eingeschätzt. Der erste Atommüll soll 2019 in Schacht Konrad eingelagert werden.

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Das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz reagierte gelassen. „Die Stadt Salzgitter kümmert sich um das Wohl ihrer Bürgerinnen und Bürger - das ist auch unser Anliegen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Das BfS werde daher die Stellungnahme der Stadt sorgfältig prüfen, sobald diese vorliege.

Die Stadt Salzgitter lehnt die Inbetriebnahme des Schachts Konrad als Endlager für radioaktive Abfälle kategorisch ab. Gegen den entsprechenden Planfeststellungsbeschluss hat die Stadt Salzgitter durch alle Instanzen geklagt.

Schacht Konrad wird auch immer wieder als mögliche neue Lagerstätte der 126.000 Atommüll-Fässer genannt, die im maroden Endlager Asse liegen. Die beiden Bergwerke liegen nur etwa 30 Kilometer auseinander. Konrad ist das einzige nach Atomrecht genehmigte Endlager.

dpa/sag

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