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Der Norden Umfrage: Keine rot-grüne Mehrheit in Kiel
Nachrichten Der Norden Umfrage: Keine rot-grüne Mehrheit in Kiel
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13:16 27.04.2012
Parteichefin Angela Merkel und Spitzenkandidat Jost de Jager können sich Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung der CDU in Kiel machen. Quelle: dpa
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Kiel

Schleswig-Holstein steuert auf die letzte Woche vor der Landtagswahl zu – und fast alles scheint möglich. Eine neue ARD-Umfrage sieht zwar eine klare Wechselstimmung, aber keine Mehrheit für Rot-Grün. Da auch die FDP demnach den Wiedereinzug in den Landtag schaffen würde, werden die Farbenspiele an der Förde immer bunter. Am Freitag beendet der Landtag seine letzte Sitzung vor dem Urnengang am 6. Mai.

SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig und die Grünen müssten der Umfrage zufolge den SSW oder die FDP mit ins Boot holen. Außerdem wären rechnerisch eine große Koalition oder ein Jamaika-Bündnis von CDU, FDP und Grünen möglich, eine Neuauflage des schwarz-gelben Bündnisses dagegen nicht. Das ergab die Umfrage von Infratest dimap, über die am späten Donnerstagabend die „ARD Tagesthemen“ berichteten.

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Demnach will die Hälfte der Bürger eine SPD-geführte Landesregierung und damit einen Wechsel an der Spitze des Landes. Nur 31 Prozent plädieren dafür, dass die CDU weiterhin den Ministerpräsidenten stellt.

In der Sonntagsfrage für den Norden erreicht die SPD 32. Die CDU verliert im Vergleich zu vorherigen Umfragen leicht und kommt nur auf 30 Prozent. Die Grünen, die vor einem Jahr noch im Umfragehoch bei der 20-Prozent-Marke schwebten, liegen bei 13 Prozent. Die FDP käme auf 6 Prozent. Damit würden die Liberalen, die monatelang unter der Fünf-Prozent-Hürde dümpelten, den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. Gute Chancen auf den Einzug haben auch die Piraten, die auf neun Prozent der Stimmen kommen - kürzlich lagen sie noch bei elf. Die Linke liegt bei lediglich 2,5 Prozent und flöge so aus dem Parlament.

Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) liegt laut der Umfrage bei 4,5 Prozent. Die Partei der dänischen Minderheit ist von der Fünf-Prozent-Hürde befreit und will gern mit SPD und Grünen regieren. Die CDU mit Jost de Jager an der Spitze macht dagegen in scharfem Ton Front und erklärt Dreierbündnisse für instabil.

Wenn die Schleswig-Holsteiner ihren Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würden sich 27 Prozent für den CDU-Spitzenkandidaten de Jager entscheiden. 49 Prozent würden hingegen Albig von der SPD wählen.

Gemessen an den Wahlergebnissen von 2009 legte die SPD in der ARD-Umfrage um 6,6 Prozentpunkte zu, die CDU verlor 1,5 Punkte. Die Grünen erreichten 0,4 Punkte mehr; die FDP verlor 8,9. Die Linke fiel von 6 auf 2,5 Prozent. Der SSW erzielte 0,2 Punkte mehr. Die Piraten kamen 2009 auf 1,8 Prozent der Stimmen.

dpa

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