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Der Norden Uni Göttingen plant einzigartiges Wissenschaftsmuseum
Nachrichten Der Norden Uni Göttingen plant einzigartiges Wissenschaftsmuseum
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17:24 17.07.2014
Stephan Weil lässt sich im Haus des Wissens einen menschlichen Knochen zeigen. Quelle: dpa
Göttingen

An der Universität Göttingen soll in einem historischen Hochschulgebäude für 16 Millionen Euro ein „Haus des Wissens“ entstehen. Dort sollen die interessantesten Exponate der 30 akademischen Sammlungen der Universität zu sehen sein. „Ein solches Wissenschaftsmuseum wäre europaweit einzigartig“, sagte Präsidentin Ulrike Beisiegel am Donnerstag während eines Besuchs von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Der Regierungschef machte am zweiten Tag seiner Sommerreise durch Südniedersachsen in Göttingen Station. Die Region stehe wegen des Bevölkerungsrückgangs vor einer besonderen Herausforderung, sagte Weil. Zugleich habe sie aber viel Potenzial. Nirgendwo sonst in Niedersachsen gebe es ähnlich viele Wissenschaftseinrichtungen. Zuvor hatte der SPD-Politiker unter anderem mit Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften gesprochen.

Die akademischen Sammlungen der Universität, die im neuen „Haus des Wissens“ zusammengeführt werden sollen, sind derzeit über die ganze Stadt verteilt. Die Hochschule besitzt unter anderem Sammlungen von historischen wissenschaftlichen Instrumenten, Skulpturen, Gemälden, Büchern, Bernstein, Meteoriten, Schädeln, Pflanzen, Vögeln und anderen Tieren, ein Münzkabinett, eine ethnologische Sammlung und historische Musikinstrumente.

Weil zeigte sich angetan von Beispielen aus den Sammlungen. Ihm wurde eine Sammlung historischer Knochen erläutert, die heute dazu dienen, Krankheitserregern auf die Spur zu kommen. Der Ministerpräsident testete den Nachbau eines rund 100 Jahre alten mathematischen Instruments, das mit Hilfe von Seifenlauge eine Minimalflächenberechnung ermöglichen soll. Die Finanzierung des Museums sei noch nicht gesichert, sagte Uni-Präsidentin Beisiegel auf Weils Nachfrage. Die Hochschule sei dabei, die erforderlichen Mittel einzuwerben.

Sie erledigen einen der gefährlichsten Jobs überhaupt: Kampfmittelbeseitiger begeben sich in Lebensgefahr, etwa um Blindgänger zu entschärfen. Das Bundesarbeitsgericht hat den Sprengmeistern schon für den Transport von Bomben mit besonders gefährlichem Zündsystem eine Extrazahlung zugestanden.

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