Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Feuerwehren nach Unwetter im Dauereinsatz
Nachrichten Der Norden Feuerwehren nach Unwetter im Dauereinsatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:40 29.10.2015
Heftige Unwetter mit Blitzschlag, Sturm, Hagel und Regengüssen haben in Südniedersachsen für einen Dauereinsatz der Feuerwehren gesorgt. Quelle: dpa
Göttingen

Stundenlange Unwetter mit Blitzschlag, Sturm, Hagel und Regengüssen haben im südlichen Niedersachsen erhebliche Schäden verursacht. In der Nacht zum Mittwoch setzten Blitze drei Wohngebäude in Brand. In Wachenhausen (Kreis Northeim) entstand eine Schlammlawine. In vielen Orten wurden Straßen überflutet und Bäume umgeknickt. Nach einem Wassereinbruch über der Seitenbühne musste eine Vorstellung der Händel-Festspiele in Göttingen abgebrochen werden. Zahlreiche Keller liefen voll Wasser.

Alleine in Stadt und im Landkreis Göttingen mussten die Feuerwehren mehr als 500 Mal ausrücken. Hunderte Helfer waren im Einsatz. Betroffen waren auch die Landkreise Northeim, Goslar und Hildesheim. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.

In der Nacht zu Mittwoch kam es in Niedersachsen erneut zu schweren Unwettern. Besonders betroffen war der Raum Göttingen.

„In der Einsatzzentrale gingen die Notrufe im Sekundentakt ein“, sagte der Sprecher der Göttinger Berufsfeuerwehr, Frank Gloth. „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Unter anderem seien ein Reiterhof und die Produktionshalle eines Industriebetriebes in Göttingen überflutet worden. Aus dem Keller des Universitäts-Auditoriums musste die Feuerwehr mehr als 500.000 Liter Wasser abpumpen. Im Neuen Rathaus gab es einen Wassereinbruch, weil die Rohrleitungen überlastet waren, berichtete ein Verwaltungssprecher. Im Stadtgebiet kippten Dutzende Bäume um. Teilweise stürzten sie auf Gebäude.

Besonders betroffen war auch der Raum Hannoversch Münden. Dort wurden zahlreiche Bäume entwurzelt. „Die Ortschaft Speele war fast vollständig abgesoffen“, sagte Feuerwehrsprecher Gloth. Die B80 unterhalb der Werratalbrücke der A7 musste wegen herabgestürzter Steine vorübergehend gesperrt werden. Überschwemmungen und zum Teil durch Wasser aufgerissene Fahrbahnen gab es auch in Langelsheim, Wolfshagen, Lautenthal und Astfeld (alle Kreis Goslar).

Blitzschläge hatten in der Nacht in Bad Gandersheim, Vienenburg (Kreis Goslar) und Warzen (Kreis Hildesheim) Wohngebäude in Brand gesetzt. Die Wehren bekamen die Flammen aber überall schnell unter Kontrolle. Den Schaden durch die Blitzeinschläge schätzt die Polizei auf zusammen rund 100.000 Euro.

Während die Helfer am Mittwoch noch damit beschäftigt waren, Bäume und herab gefallene Äste zu beseitigen, sorgte ein weiterer Gewitterguss in Göttingen für die nächsten Notrufe. Erneut liefen zahlreiche Keller voll Wasser. Die Feuerwehr rückte zu weiteren 40 Einsätzen aus.

dpa

Mehr zum Thema

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Dienstagabend eine Unwetterwarnung ausgesprochen. Demnach kann es bis 23 Uhr zu starkem Gewitter mit Starkregen und Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 80 km/h kommen.

11.06.2014

Die Stadt Sehnde ist beim heftigen Unwetter am späten Abend des Pfingstmontags glimpflich davongekommen. Die Feuerwehr musste nur zu drei Einsätzen ausrücken.

Achim Gückel 10.06.2014

Mit schlechtem Wetter möchte sich im Urlaub niemand auseinandersetzen. Doch das muss man unter Umständen: Etwa dann, wenn ein Unwetter einen Schaden am zu Hause geparkten Auto verursacht hat.

Deutsche Presse-Agentur dpa 10.06.2014
Der Norden Zu Tode misshandelte Dreijährige - Yagmurs Eltern schweigen vor Gericht

Vor einem halben Jahr löste der Tod der dreijährigen Yagmur Entsetzen aus. Die Mutter soll ihre Tochter schwer misshandelt haben. Nun stehen die Eltern in Hamburg vor Gericht.

11.06.2014

Der aus der JVA Lingen geflohene und mittlerweile wieder inhaftierte Sexualstraftäter hat sich am Sonnabend selbst gestellt. Das hat das Justizministerium bestätigt.

11.06.2014
Der Norden Nachwuchs im Dörverdener Wolfscenter - Im Bett mit Wölfen

Die zwei Wolfsbabys im Dörverdener Wolfscenter (Landkreis Verden) genießen momentan große Aufmerksamkeit der Tierpfleger – und werden ordentlich verwöhnt. Mit Milchflaschen und gemütlichen Schläfchen im Bett von Leiter Frank Faß bereiten sich die zwei auf ihren Umzug ins Gehege vor.

11.06.2014