Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Das muss mit – Packen für die Bundeswehr
Nachrichten Der Norden Das muss mit – Packen für die Bundeswehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 18.11.2015
Kochgeschirr, Handschuhe, Stahlhelm: Thomas Tschörner packt seine Sachen für die Reservedienstleistung. Quelle: Tschörner
Anzeige
Luttmersen

Wehrübung ist der alte Begriff. Heute heißt es Reservedienstleistung. Weil die Wehrpflicht ausgesetzt ist, muss der Arbeitgeber mitspielen und sich mit dem Einsatz seines Mitarbeiters bei der Bundeswehr einverstanden erklären. Das hat die HAZ-Chefredaktion getan, und so laufen die letzten Vorbereitungen. Zwar habe ich mich in den vergangenen Monaten vorbereitet. Doch dies waren sogenannte dienstliche Veranstaltungen, wo Reservisten unter Reservisten waren, keine Übungen bei der Truppe.

Das Thema

Lesen Sie hier mehr über "Tom beim Bund"

Letzte Übung im "Kalten Krieg"

Meine letzten Übungen liegen lange zurück, ich habe sie noch im "Kalten Krieg" absolviert. Damals kannte praktisch jeder jemanden, der gerade beim Bund war, in Kürze eingezogen wurde oder gerade seinen Dienst beendet hatte. Dies ist heute anders, die Bundeswehr ist nicht mehr so präsent. Deshalb müssen heute Reservisten die Rolle des Mittlers zwischen Armee und Gesellschaft übernehmen, ein wichtiger Grund für meine freiwillige Meldung.

Tom Tschörner packt seine Sachen für eine Wehrübung bei der Bundeswehr. Sein Fazit: Früher war weniger Gepäck.

Beim Packen fällt auf: Die Ausrüstung ist umfangreicher geworden. Vieles gab es damals nicht, den Nässeschutz mit Hose, Jacke und einer Art Gummistiefel in Übergröße (damit sie über die normalen Stiefel gezogen werden können) zum Beispiel. Und es gab nur ein Paar Handschuhe statt drei Paar unterschiedlicher Dicke. Früher bestand die Kleidung aus 100 Prozent Baumwolle, heute ist es ein Mischgewebe, aber schadstoffgeprüft.

Manches hat sich aber nicht geändert. Das Kochgeschirr ist immer noch genau gleich, ebenso die Feldflasche. Insgesamt hat das Gepäck mehr Volumen. Passte früher alles in einen Seesack und den großen Rucksack, gibt es heute noch eine große Reisetasche dazu, die sogenannte Kampftragetasche. Der Kofferraum meines Kombis ist damit schon nahezu voll.

Von Thomas Tschörner

15.11.2015
Der Norden Wenig Wasser in Talsperren - Kaum Niederschlag im Harz
15.11.2015