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Der Norden Rakete im Kinderzimmer: Ursache geklärt
Nachrichten Der Norden Rakete im Kinderzimmer: Ursache geklärt
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00:15 08.03.2015
Von Kristian Teetz
Einschlag überm Wickeltisch: Glücklicherweise kam im Juni 2014 kein Mensch zu Schaden.  Quelle: Aller-Zeitung (Archiv)
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Braunschweig

Es war ein Schock, als im Juni 2014 eine Forschungsrakete in einem Kinderzimmer in Leiferde einschlug. Studenten der TU Braunschweig hatten den acht Kilogramm schweren Flugkörper auf einem Feld im Kreis Gifhorn in der Nähe einer Wohnsiedlung starten lassen, bevor sich dieser in das Einfamilienhaus verirrte. Jetzt steht die Suche nach der Ursache vor dem Abschluss. „In den kommenden drei Wochen werden letzte Gespräche geführt, aber zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass es sich um ein Zusammenwirken von zwei Ursachen handelt“, sagt die Sprecherin der TU Braunschweig, Elisabeth Hoffmann.

Eine Experimentalrakete der TU Braunschweig hat ein Kinderzimmer eines Wohnhauses in Leiferde im Landkreis Gifhorn verwüstet. Verletzt wurde niemand. Nach dem Einschlag machten sich Handwerker daran, die Schäden zu reparieren.

Zum einen habe es „eine sehr seltene Wetterlage“ gegeben. „In geringer Höhe hat eine Böe, die vom Boden aus nicht zu bemerken war, die Rakete ein wenig aus der Bahn geworfen“, sagt die Sprecherin weiter. Zum anderen habe offenbar der Zünder, der den Fallschirm der Rakete aktivieren sollte, versagt. Normalerweise wird eine solche Rakete bis zu 1000 Meter hoch in die Luft geschossen, bevor sich der Fallschirm öffnet und das Flugobjekt wieder zur Erde segelt. Beides – defekter Fallschirm und Böe – hätten allein nicht zu dem Unglück geführt. „Die Kombination aus beidem aber ließ die Rakete in das Kinderzimmer fliegen“, sagte Hoffmann.

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Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Die Mutter und ihre beiden Kinder waren zum Zeitpunkt des Einschlags der Rakete nicht zu Hause, die Schäden an dem Haus zahlte die Versicherung der Studenten. Diese seien in einem eigenen Verein organisiert, der rechtlich unabhängig von der TU Braunschweig ist, mit dieser aber eng zusammenarbeitet, betont Hoffmann. „Das ist kein Hobbybastelverein.“ Die Studenten dürften weiter an und mit Raketen arbeiten. Ein Strafverfahren wurde eingestellt. „In Leiferde sollen aber keine Flugtests mehr stattfinden“, sagt Hoffmann. Es werde nach einem Startplatz gesucht, der weiter entfernt von Wohngebieten liegt.

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