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Der Norden Weniger neue Schulen in Niedersachsen
Nachrichten Der Norden Weniger neue Schulen in Niedersachsen
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11:04 16.07.2016
Noch eine Baustelle: Das Gymnasium Limmer in Hannover. Quelle: dpa
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Hannover

Die Zahl der Neugründungen weiterführender Schulen in Niedersachsen nimmt zum neuen Schuljahr deutlich ab. Nach den Sommerferien nehmen nur noch drei neue Gesamtschulen ihre Arbeit auf. Das sagte die Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg, Bianca Schöneich. Nachdem die rot-grüne Landesregierung nach ihrem Amtsantritt die Hürden für Neugründungen von Gesamtschulen gesenkt hatte, hatte es einen kleinen Gründungsboom gegeben - noch vor zwei Jahren etwa waren zehn neue Gesamtschulen gestartet.

Außerdem gehen im August Kinder an sechs neuen Oberschulen und einem neuen Gymnasium erstmals in den Unterricht. Die Neugründung von Gymnasien ist in Niedersachsen äußerst selten. Im konkreten Fall nimmt die neue Schule ihre Arbeit in Hannover auf - dort entsteht in den kommenden Jahren mit der Wasserstadt Limmer ein komplett neuer Stadtteil. Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Conti könnten langfristig bis zu 5000 Menschen leben.

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Die drei neuen Integrierten Gesamtschulen beginnen in Edemissen im Kreis Peine sowie in Burgwedel und in Isernhagen in der Region Hannover. Für den Sommer kommenden Jahres ist bereits eine weitere Gesamtschule in Achim bei Verden genehmigt. In Integrierten Gesamtschulen werden Schüler unterschiedlichen Niveaus möglichst lange gemeinsam unterrichtet - deswegen sind sie vor allem bei Eltern von eher durchschnittlich begabten Kindern beliebt, weil sie die Möglichkeit offen halten, dass Schüler erst später durchstarten und dann doch noch das Abitur machen.

Auch das Interesse an der Gründung neuer Oberschulen nimmt ab. Vor zwei Jahren nahmen noch 19 neue ihre Arbeit auf, diesmal sind es nur noch sechs. Drei entstehen in Hannover, weitere in Nieburg, Bad Zwischenahn im Ammerland und Wietmarschen in der Grafschaft Bentheim. Das Modell Oberschule gibt es in Niedersachsen erst seit sechs Jahren, es vereint Haupt- und Realschulen. Die frühere CDU/FDP-Regierung wollte Oberschulen als Alternative und Konkurrenz zu Gesamtschulen etablieren.

Von Sigrun Stock 

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